Robert Hobeck und Jörg Meuten Foto: dpa / Facebook-Screenshot / JF-Montage
Robert Habeck

„Es gibt kein Volk“: AfD empört über Äußerung von Grünen-Chef

BERLIN. Die AfD hat scharfe Kritik an einer Aussage von Grünen-Chef Robert Habeck geäußert, wonach es kein Volk gebe. „Selbstverständlich gibt es ein deutsches Volk, genau wie es auch ein italienisches, spanisches, französisches und türkisches Volk gibt“, schrieb AfD-Chef Jörg Meuthen am Montag auf Facebook. „Noch jedenfalls ist das so, denn noch haben die Grünen ihre zerstörerische und darum hochgefährliche ‘No borders, no nations’-Mission nicht erfolgreich beendet.“

Habeck hatte dem öffentlich-rechtlichen Internetmagazin „Informr“ auf die Frage, was er von dem Begriff Volksverrat halte, geantwortet: „… ist ein Nazibegriff. Es gibt kein Volk und es gibt deswegen auch keinen Verrat am Volk. Sondern das ist ein böser Satz, um Menschen auszugrenzen und zu stigmatisieren.“ Zur Frage, was ihm zum Islam einfalle, sagte er in dem bereits vor drei Wochen veröffentlichten Interview: „Spannungen, aber eine bunte Gesellschaft.“

Die Grünen werden ihre Mission nie erfolgreich beenden, verdeutlichte Meuthen. „Unser Volk hat schon ganz andere Wirrköpfe und gefährliche Ideologen überlebt, da braucht es sich weder vor einem deutschlandverachtenden, islamophilen Pseudo-Intellektuellen namens Habeck zu fürchten.“

Der nordrhein-westfälische AfD-Landesgruppenchef im Bundestag, Uwe Kamann, schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter: „Die Grünen wollen unseren Staat und uns als Staatsvolk abschaffen.“ Bestes Beispiel sei die Äußerung Habecks. „Damit ist er verfassungsfeindlich und müßte vom Verfassungsschutz beobachtet werden.“ Der Bundestagsabgeordnete Frank Pasemann bezeichnete den Grünen-Chef als „Bundesvorsitzenden der Deutschlandhasser“.

Der AfD-Landesverband Bayern erinnerte an den Leitspruch am Portal des Reichstags „Dem Deutschen Volke“ und kündigte an: „Mit einer neuen Politik werden wir dem links-grünen Spuk ein Ende bereiten. Es ist Zeit für eine neue Politik. Politik von Bürgern für Bürger. Dem Deutschen Volke.“ (ls)

Robert Hobeck und Jörg Meuten Foto: dpa / Facebook-Screenshot / JF-Montage

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