Leere Ausbildungsstellen

Arbeitgeberpräsident warnt vor Abschiebungen integrierter Asylbewerber

BERLIN. Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Ingo Kramer, hat vor „unsinnigen Abschiebungen von gut integrierten Arbeitskräften“ gewarnt. „Ich appelliere an die Leitungen der Ausländerbehörden, dafür zu sorgen, daß in jedem Einzelfall geklärt wird, ob es sich um gut integrierte Beschäftigte handelt, die einen Aufenthaltstitel beantragen könnten“, sagte Kramer der Welt.

Für diese Personen gebe es „doch schon heute mehrere gesetzlich geregelte Möglichkeiten, zunächst eine Duldung oder eine befristete Aufenthaltsgenehmigung und nach fünf Jahren beruflicher Integration, einen dauerhaften Aufenthaltstitel zu bekommen“. Auch solle geprüft werden, ob die Asylbewerber nicht straffällig geworden seien.

Bundesagentur meldet Mangel an Lehrlingen

Auch die Bundesagentur für Arbeit erkennt einen wachsenden Bedarf an Arbeitskräften. Sie erwartet 2018 erstmals seit Jahren weniger Bewerber auf Lehrstellen als es Ausbildungsplätze gibt. Bis August seien über 548.000 Lehrstellen gemeldet worden, dagegen stünden aber nur 520.000 Personen, die eine Ausbildung beginnen wollen.

Im Vorjahresmonat waren 23.000 Ausbildungsstellen weniger gemeldet worden. Gleichzeitig gab es 11.000 Bewerber mehr. 2017 waren fast 49.000 Lehrstellen unbesetzt geblieben. 25.000 Bewerber hatten keinen Ausbildungsplatz gefunden. (mp)

Präsident der Bundesvereinigung Arbeitgeber, Ingo Kramer in Berlin Foto: dpa

Unterstützung

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen

All articles loaded
No more articles to load

aktuelles

All articles loaded
No more articles to load