Alice Weidel und Alexander Gauland
Alice Weidel und Alexander Gauland: Kompromißlösung Foto: dpa

Parteinahe Stiftung
 

AfD-Spitze entscheidet sich für Desiderius-Erasmus-Stiftung

BERLIN. Der AfD-Bundesvorstand hat sich auf eine parteinahe Stiftung festgelegt. Die Parteispitze empfiehlt, die Desiderius-Erasmus-Stiftung (DES) als parteinah anzuerkennen. Ein Parteitag in Augsburg soll Ende Juni darüber eine endgültige Entscheidung fällen. Die AfD hatte lange über das Thema gestritten, da mehrere Einrichtungen konkurrierten, um als parteinah anerkannt zu werden, darunter auch die von Parteichef Alexander Gauland favorisierte Stresemann-Stiftung.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa soll es sich bei der Entscheidung um einen Kompromiß handeln. Demnach sollen die Desiderius-Erasmus-Stiftung und die Stresemann-Stiftung „strukturell und personell zusammengeführt werden“. Die frühere CDU-Politikerin Erika Steinbach teilte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit: „Im Konsens eine Entscheidung der Vernunft. Miteinander und nicht gegeneinander wollen die Vertreter beider in Rede stehenden Stiftungen ihre Arbeit gestalten.“

Steinbach drängte auf schnelle Entscheidung

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Laut WDR und NDR will sich die Stiftung unter dem Vorsitz Steinbachs zu einem späteren Zeitpunkt nach Gustav Stresemann umbenennen, sofern dies namensrechtlich möglich ist. Die AfD hat heute mit der Empfehlung für die Desiderius-Erasmus-Stiftung eine wichtige und wegweisende Entscheidung getroffen. Als Ideenschmiede der AfD wird die Desiderius-Erasmus-Stiftung wichtige Impulse für die politische Arbeit in unserem Land geben“, sagte AfD-Fraktionschefin Alice Weidel den Sendern. Sie sei erleichtert, daß es „eine breite Zustimmung im Bundesvorstand der AfD“ für die DES gegeben habe.

Steinbach soll am Freitag morgen in einem Brief an die Mitglieder des AfD-Bundesvorstandes angeschrieben und auf eine schnelle Entscheidung gedrängt haben. Sie teilte in dem Schreiben mit, daß sich beiden Stiftungen auf einen gemeinsamen Vorschlag geeinigt hätten. WDR und NDR zufolge habe Gauland seine Zustimmung an die geplante Namensänderung geknüpft. (ls)

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