Bundeswehr

Von der Leyen will Verteidigungsministerin bleiben

BERLIN. Ursula von der Leyen (CDU) möchte auch in der künftigen Bundesregierung Verteidigungsministerin bleiben. „Ich stehe für die Truppe ein. Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen. Das spürt man, daß da eine gute Basis ist. Ich würde mich freuen, wenn ich diese Aufgabe weiterführen könnte“, sagte sie der Bild-Zeitung am Montag.

Gleichzeitig forderte die CDU-Politikerin mehr Geld für die Truppe. „Wer nicht mehr Geld in die Bundeswehr investieren will, muß auch sagen: Wir lassen die Bundeswehr lückenhaft und nicht optimal ausgestattet.“ Das könne der Bundestag sich mit seiner Parlamentsarmee aber nicht erlauben.

Mehrere Konflikte

Das Verhältnis zwischen von der Leyen und der Bundeswehr gilt als stark gestört und schlecht. Nachdem der Fall des terrorverdächtigen Oberleutnants Franco A. bekanntgeworden war, attestierte sie der Armee pauschal ein Haltungsproblem sowie eine Führungsschwäche, womit sie den Unmut vieler Soldaten auf sich zog.

Auch der von ihr angeordnete Bildersturm in Kasernen und die in Auftrag gegebene Neuregelung des Traditionserlasses stieß in der Truppe auf großes Unverständnis. Zudem steht von der Leyen im Verdacht, Vorwürfe gegen Bundeswehrsoldaten am Standort Pfullendorf entgegen besseren Wissens aufgebauscht zu haben. Berichte, wonach Ausbilder angeblich Untergebene erniedrigt und mißhandelt hätten, erwiesen sich nach Ermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaft als nicht haltbar.

Auch stoßen von der Leyens Pläne, die Bundeswehr durch Toleranz-Seminare als Arbeitgeber für sexuelle Minderheiten attraktiver zu machen, nicht in der gesamten Armee auf Begeisterung. (krk)

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Tag der Bundeswehr Foto: picture alliance/dpa

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