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Lebensschutz: Nach Abtreibungsverbot: Dannenberger Klinikchef suspendiert

Lebensschutz: Nach Abtreibungsverbot: Dannenberger Klinikchef suspendiert

Lebensschutz: Nach Abtreibungsverbot: Dannenberger Klinikchef suspendiert

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Die Capio Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg Foto: picture alliance/ dpa
Lebensschutz
 

Nach Abtreibungsverbot: Dannenberger Klinikchef suspendiert

Die Betreibergesellschaft der Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg hat ihren Verwaltungsdirektor Markus Fröhling suspendiert. Hintergrund ist dessen Unterstützung für den Chefarzt der Gynäkologie, Thomas Börner, der das Klinikpersonal angewiesen hatte, künftig keine Abtreibungen mehr vorzunehmen.
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DANNENBERG. Die Betreibergesellschaft der Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg hat ihren Verwaltungsdirektor Markus Fröhling suspendiert. Hintergrund ist dessen Unterstützung für den Chefarzt der Gynäkologie, Thomas Börner, der das Klinikpersonal angewiesen hatte, künftig keine Abtreibungen mehr vorzunehmen.

Die deutsche Geschäftsführung des schwedischen Betreiberkonzerns Capio hatte in einem Gespräch mit Börner nach Informationen der Evangelischen Nachrichtenagentur idea darauf bestanden, daß die Klinik auch weiterhin Abtreibungen anbiete. Daraufhin habe Börner seinen Rücktritt angeboten. Dem Klinikchef wirft Capio vor, er habe den Sachverhalt so dargestellt, als stünde der Konzern hinter der Entscheidung des Chefarztes. Capio behauptet, vom Stopp der Abtreibungen überrascht worden zu sein, berichtet die Elbe-Jeetzel-Zeitung.

Laut Geschäftsführer Martin Reiz respektiere man die Gewissensentscheidung des einzelnen Arztes. Ein generelles Abtreibungsverbot für die gesamte Klinik könne man hingegen nicht dulden. Börner ist freikirchlicher Christ und gehört einer Baptistengemeinde an. Er hatte den Chefarztposten erst Ende 2016 übernommen und zur Bedingung für seine Einstellung gemacht, daß an seiner Klinik keine Abtreibungen mehr vorgenommen werden dürfen. Nach geltendem Recht sind Abtreibungen in Deutschland illegal. Durch die Teilnahme an einer Schwangerschaftskonfliktberatung und dem entsprechenden Nachweis (Beratungsschein) bleibt die Tötung des Fötus jedoch straffrei. (tb)

 

Die Capio Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg Foto: picture alliance/ dpa
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