Polizisten sichern den Einsatz von Bauarbeitern in der Rigaer Straße ab Foto: picture alliance / dpa
„Refugees welcome?“

Polizei schützt Bauarbeiter vor Linken

BERLIN. Mit dreihundert Beamten hat die Berliner Polizei Bauarbeiten in der Rigaer Straße abgesichert. Die zwei Dutzend Bauarbeiter sollen in dem von Linksextremen besetzten Haus Wohnungen für Asylbewerber herrichten. „Es geht darum gefahrenabwehrend zu reagieren, weil in der Vergangenheit Arbeiter, die derartiges an der Rigaer Straße vorhatten, bedroht und genötigt wurden“, sagte Polizeisprecher Winfrid Wenzel gegenüber der BZ.

Bei dem Einsatz fand die Polizei auch einen Koffer mit drei Schlagstöcken und einer Pistole. „Daß hier eine Waffe gefunden worden sein soll, halten wir für Quatsch“, empörten sich Protestler vor dem Haus. „Letzte Woche haben sie uns auch schon einen Feuerlöscher als Waffe ausgelegt.“ Konkret geht es bei dem Einsatz um zwei ungenutzte Wohnungen im Vorderhaus, die Kneipe „Kaderschmiede“ und eine Werkstatt. Hier will der Eigentümer Asylbewerber unterbringen.

Trotz Freiraum kein Platz für Asylsuchende

„Daß hier Flüchtlinge einziehen sollen, ist eine ganz billige Ausrede“, kritisierten dagegen die Hausbesetzer. „Sie wollen zwei Randgruppen gegeneinander ausspielen und uns den Flüchtlingen gegenüber entsolidarisieren, was nicht passieren wird. Es gibt hier genug leerstehende Wohnungen. In dieser, die sie jetzt räumen, wohnen aber schon Leute.“ Laut einem Schreiben der Hausverwaltung sind von dreißig Wohnungen allerdings nur sieben besetzt. Die herzurichtenden Quartiere seien derzeit ungenutzt.

Das Haus soll durch die Bauarbeiten auch wieder in einen Zustand gemäß den Brandschutzbestimmungen gesetzt werden, kündigte die Verwaltung an. Im Januar hatte die Polizei mit 500 Beamten das Haus gestürmt, nachdem in der Nähe ein Polizist angegriffen worden war. Bei der Erstürmung fielen den Polizisten die verbarrikadierten Treppenhäuser und Wohnungen auf, die ein Brandschutzrisiko darstellen. (FA)

Polizisten sichern den Einsatz von Bauarbeitern in der Rigaer Straße ab Foto: picture alliance / dpa

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