AFD Sachsen Wir Frauen brauchen keine Quote!
Moslems
Moslems: Beim Freitagsgebet Foto: dpa

Moscheebau
 

Wachsende Kritik an Grundstücksschenkung an Islamverbände

MONHEIM AM RHEIN. Die nordrhein-westfälische Stadt Monheim hält an ihrem Vorhaben fest, zwei islamischen Vereinen kostenlos Grundstücke zu überlassen. Nach dem Bekanntwerden des Vorstoßes äußerten viele Bürger Kritik. Sie warfen Bürgermeister Daniel Zimmermann, der den Vorstoß initiiert hatte, „Naivität“ vor und bezeichneten ihn als „verrückt“. Einige Einwohner empfänden die Maßnahme als eine „Veruntreuung“ und drohten mit einem Bürgerentscheid, um gegen den Ratsbeschluß vorzugehen, berichtete die Rheinische Post.

Die Stadt unterstütze auch christliche Kirchen finanziell und gebe überdies viel Geld für Kinder, Sport und Kultur aus, „da fände ich es ungerecht, nicht auch auf die Moscheevereine zuzugehen“, reagierte Zimmermann nun auf die Kritik. Zudem verwies er auf Verwaltungs- und Ratsmitglieder, die zugewandert und gut integriert seien. Es gebe vielfältige Kontakte zu den islamischen Verbänden. „Wir kriegen da sehr viel mit.“

Kritiker befürchten, Zimmermann spiele vor allem der AfD in die Hände. „Wer das glaubt, ist deren islamfeindlicher Propaganda längst auf den Leim gegangen“, betonte der Bürgermeister. Die CDU hat unterdessen ihren Konfrontationskurs gegen Zimmermanns Vorhaben verschärft. „Für uns stellt sich unter anderem die Frage, ob die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) dazu befugt ist, das Menk-Grundstück – so wie es der Bürgermeister will – nach Erwerb unentgeltlich an einen Verein weiterzureichen. So etwas zählt jedenfalls nicht zu den Aufgaben der SEG“, sagte der Monheimer CDU-Chef Markus Gronauer dem Blatt.

Grundstücke im Wert von rund 900.000 Euro

Monheim hatte zwei islamischen Vereinen kostenlose Grundstücke für den Bau von Moscheen und Gemeindezentren angeboten. Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto) möchte die beiden Gemeinden „aus den Hinterhöfen holen“. Der Grundstückswert beläuft sich auf rund 900.000 Euro.

Demnach biete Zimmermann der türkisch-islamischen Ditib-Gemeinde eine rund 4.150 Quadratmeter große Fläche mitten im Berliner Viertel an, in dem viele Einwanderer leben. „Dort sind bisher nur die evangelische und die katholische Kirche vertreten, bald auch in direkter Nachbarschaft die Muslime“, sagte Zimmermann dem Blatt. Am Freitagsgebet der Gemeinde nähmen regelmäßig rund 500 Gläubige teil. (ls)

Moslems: Beim Freitagsgebet Foto: dpa
Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles