Justiz: In NRW wurden 32 Mal Kot und Blut von Afrikanern an die Zellenwände geschmiert Foto: picture alliance / dpa
Bericht des Justizministeriums

Nordafrikaner beschmieren Haftzellen mit Kot und Blut

DÜSSELDORF. Nordafrikanische Häftlinge haben in diesem Jahr 32 Mal die Wände ihrer Zellen in Nordrhein-Westfalen mit Blut und Kot beschmiert. Insgesamt seien 13 Haftanstalten des Bundeslandes betroffen. Bei den Inhaftierten handle es sich ausschließlich um Männer aus den Maghreb-Staaten.

Ein von der CDU-Landtagsfraktion angeforderter Bericht des Justizministeriums, der der Rheinischen Post vorliegt, schildert darüber hinaus auch Fälle, in denen JVA-Bedienstete mit Fäkalien beworfen wurden. Insbesondere die Justizvollzugsanstalten Düsseldorf, Aachen und Bielefeld seien davon betroffen.

Schnelle Abschiebungen gefordert

Der nordrhein-westfälische Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) gab dem Bericht zu Folge ebenfalls zu, daß die Gefangenen diese Methoden konkret einsetzten, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Die Landesregierung bemühe sich darum bereits um eine schnelle Abschiebung von Inhaftierten ohne Bleibeperspektive.

Bereits vor einem Monat äußerte sich der Leiter der nordrhein-westfälischen Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede, Uwe Nelle-Cornelsen, zu dem aggressiven Verhalten der afrikanischen Insassen. Viele seien ihm zu Folge „hochgradig suchtanfällig“ und vertrauen auf ein Gerücht aus ihrer Heimat, wonach sie durch gezielt aggressives Verhalten schneller freigelassen würden.

Die Zahl der Häftlinge aus den Maghreb-Staaten hat sich in den vergangenen Jahren bereits mehr als verdoppelt. Rund 2.000 Nordafrikaner verbüßten 2016 eine Haftstrafe in Deutschland. (vi)

Justiz: In NRW wurden 32 Mal Kot und Blut von Afrikanern an die Zellenwände geschmiert Foto: picture alliance / dpa

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