Der frühere Reichspräsident und Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg bleibt Ehrenbürger Berlins Foto: picture alliance/AP Images
Gedenkpolitik

Hindenburg bleibt Berliner Ehrenbürger

BERLIN. Der frühere Reichspräsident Paul von Hindenburg bleibt Ehrenbürger Berlins. Die Linksfraktion im Abgeordnetenhaus scheiterte am Donnerstag in einem dritten Anlauf, den 1934 verstorbenen Generalfeldmarschall von der Liste der Berliner Ehrenbürger zu streichen.

Zwar unterstützten Grüne und Piraten den Antrag der Linken, doch das Vorhaben scheiterte an den Stimmen von CDU und SPD. Letztere lehnten den Antrag aus „formalen Gründen“ ab. Sie wollen, daß alle Träger der Ehrenbürgerschaft überprüft werden.

Die Linkspartei hatte argumentiert, Hindenburg sei der Ehrenbürgerschaft nicht würdig, da er Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt habe und somit auch verantwortlich für die Abschaffung der Demokratie sei.

CDU verteidigt Hindenburg

Die SPD-Abgeordnete Brigitte Lange teilte zwar die Ansicht, daß Hindenburg die Ehrenbürgerschaft nicht verdiene. Das treffe aber auf viele andere auch zu, begründete sie laut rbb die Ablehnung des Antrags durch ihre Fraktion.

Die CDU verteidigte Hindenburg dagegen. Daß er Hitler zum Reichskanzler ernannt habe, dürfe nicht die Entscheidungsgrundlage dafür sein, ihm die Ehrenbürgerschaft abzuerkennen. Der Antrag der Linksfraktion verschweige die Verdienste Hindenburgs. Zum Beispiel, daß er die Weimarer Republik jahrelang loyal verteidigt habe, sagte der CDU-Abgeordnete Uwe Lehmann-Brauns. (krk)

Der frühere Reichspräsident und Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg bleibt Ehrenbürger Berlins Foto: picture alliance/AP Images

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