Bodo Ramelow und die Grünen-Politikerin Astrid Rothe-Beinlich
Bodo Ramelow und die Grünen-Politikerin Astrid Rothe-Beinlich: Bündnis 90 schon fast vergessen Foto: dpa

Koalitionsverhandlungen
 

Rot-Rot-Grün in Thüringen rückt näher

ERFURT. Nach der SPD hat auch der Landesvorstand der Grünen in Thüringen für Koalitionsgespräche mit der Linkspartei gestimmt. Der Beschluß der ehemaligen DDR-Bürgerrechtspartei wurde am Donnerstag einstimmig gefaßt. Die Linkspartei habe sich „in den vergangenen 25 Jahren vielfach als demokratische Kraft in Politik und Gesellschaft bewiesen“, teilten die Grünen mit.

Der Spitzenkandidat der Linkspartei für das Amt des Ministerpräsidenten, Bodo Ramelow, zeigte sich erfreut über die Entwicklung. „Wieder eine wichtige Etappe genommen. Danke für das Vertrauen!“, schrieb er auf Facebook. Er zeigte sich zudem zuversichtlich, noch in diesem Jahr gewählt zu werden.

Kritik kam vom früheren Bundestags- und Europaabgeordneten Werner Schulz (Grüne). „Es ist eine sehr herbe Zumutung für diejenigen, die unter der SED-Führung gelitten haben“, sagte er in der ZDF-Sendung von Maybrit Illner. Die Menschen hätten 1989 „Stasi in die Produktion“ und nicht „Stasi in die Koalition“ gerufen, betonte der DDR-Bürgerrechtler. Insgesamt sitzen in der Fraktion der Linkspartei im Landesparlament vier ehemalige Stasi-Mitarbeiter. (ho)

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