Forderung aus der Union

Deutsche sollen Bürgerkriegsflüchtlinge bei sich zu Hause aufnehmen

BERLIN. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt hat die Deutschen aufgefordert, Bürgerkriegsflüchtlinge in ihre Privatwohnungen aufzunehmen. Seiner Meinung nach würde dies „organisatorisch wie finanziell keine wesentliche Last darstellen“. Mental sei dies zwar eine Herausforderung, jedoch auch eine Chance, neue Erfahrungen zu sammeln.

Patzelt begründete dies damit, daß die staatliche Versorgung von Asylsuchenden an ihre Grenzen gestoßen sei. Er wies daraufhin, daß auch seine Familie als Vertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg „auf Hilfe und Barmherzigkeit anderer Menschen angewiesen war“. Der CDU-Politiker forderte die zuständigen staatlichen Stellen deswegen auf, ihre Verwaltungsvorschriften schnell und pragmatisch anpassen. Zudem wolle er dazu das Gespräch mit seinen Abgeordnetenkollegen suchen.

Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland steigt seit Jahren stark an. In diesem Jahr rechnet Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) mit mehr als 200.000 neuen Antragsstellern. Seit Wochen schon fordern Politiker aller Parteien, mehr Syrern in Deutschland Schutz zu gewähren. (ho)

Syrer in Deutschland: Aufnahme in Privatwohnungen gefordert Foto: picture alliance/AP Photo

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