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NSU-Fall: Gauck mahnt Behöden, alle Bürger zu schützen

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Bundespräsident Joachim Gauck sorgt sich um den Schutz aller bürger in Deutschland Foto: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

BERLIN. Bundespräsident Joachim Gauck hat die Sicherheitbehörden der Bundesrepublik aufgerufen, den Schutz aller Bürger in Deutschland zu gewährleisten. Wenn es entsprechende Defizite gebe, müßten diese benannt werden, sagte Gauck nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa bei einem Empfang der Mitglieder des Untersuchungsausschusses des Bundestags zum NSU. Als Bürger und als Bundespräsident habe er ein großes Interesse an der Aufklärung des Falls.

Der Gruppierung „Nationalsozialistischer Untergrund“ werden unter anderem die Ermordung von neun ausländischstämmigen Kleinunternehmern und einer Polizistin zur Last gelegt.

Gauck will Angehörige der Opfer empfangen

Gauck hatte die Bundestagsabgeordneten eingeladen, um sich über die Erkenntnisse des Ausschusses zu informieren. Das Gremium ist seit einem Jahr damit beschäftigt, mögliches Versagen der Sicherheitsorgane bei der Fahndung nach den als „Zwickauer Zelle“ bekannten mutmaßlichen Tätern zu untersuchen.

Mitte Februar will sich der Bundespräsident mit Angehörigen der Opfer der Mordserie treffen. Er könne nicht verstehen, „wie es soweit kommen konnte, daß sich der rechte Haß in Deutschland völlig ungebremst Bahn brach“ und zehn Menschen in den Tod riß, sagte Gauck im vergangenen Oktober in einem Grußwort anläßlich der Umbenennung eines Platzes in Kassel nach einem der Opfer. Die Ermordeten verdienten „unsere ganze Kraft, das Geschehene aufzuarbeiten“. (krk)

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