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Nach Kritik an Gauck
 

FDP-Politiker verortet AfD im „braunen Sumpf“

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Die AfD im Wahlkampf: Laut dem FDP-Politiker Michael Theurer ist die Partei populistisch Foto: picture alliance/dpa

BRÜSSEL. Der FDP-Europaabgeordnete Michael Theurer hat Bundespräsident Joachim Gauck gegen die Kritik der Alternative für Deutschland (AfD) in Schutz genommen. Gauck habe Recht, wenn er die AfD als populistisch bezeichnet. „In Deutschland wird man Tatsachen wohl noch benennen dürfen“, sagte Theurer.

Die Reaktion des AfD-Vorsitzenden Bernd Lucke „mit Schaum vor dem Mund” zeige, daß der Bundespräsident den Nerv getroffen habe. Wer sich bewußt ins populistische Lager begebe, dürfe sich nicht beklagen, wenn er als Populist behandelt werde.

„Positionen der AfD sind national“

„Wer im trüben Wasser fischt, muß sich nicht wundern, wenn er im braunen Sumpf ausrutscht”, ergänzte der FDP-Politiker. In anderen Ländern würde man die Positionen der AfD als das bezeichnen, was sie seien: national.

Hintergrund sind Äußerungen Gaucks, in denen er die AfD als populistisch bezeichnet und sich erfreut darüber gezeigt hatte, daß die Partei nicht in den Bundestag eingezogen war.

AfD-Chef Lucke sprach daraufhin von einer „Entgleisung“ Gaucks und warf dem Bundespräsidenten vor, gegen seine Neutralitätspflicht verstoßen zu haben. (krk)

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