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Ex-Generalinspekteur
 

Kujat hält Afghanistan-Einsatz für gescheitert

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Der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, hält den Afghanistan-Einsatz für gescheitert Foto: Nato

HALLE. Der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, hat den Afghanistan-Einsatz für gescheitert erklärt. „Wenn wir 2014 aus Afghanistan rausgegangen sind, dann werden die Taliban die Macht in wenigen Monaten wieder übernehmen“, sagte Kujat der Mitteldeutschen Zeitung.

Deutschland habe zu lange gebraucht, um zu akzeptieren, daß es sich um einen Einsatz handelt, bei dem der Gegner militärisch kämpft und man selbst militärisch kämpfen müsse. „Die Argumentation, es gehe um einen Stabilisierungseinsatz, ist zu lange durchgehalten worden – auch mit Blick auf die innenpolitischen Befindlichkeiten“, kritisierte Kujat, der zu Beginn des Afghanistan-Einsatzes 2001 der ranghöchste General der Bundeswehr war. „Das Ergebnis war, daß die Soldaten nicht das bekommen haben, was sie brauchten, um dem Gegner Paroli zu bieten.“

Seinen politischen Zweck habe der Einsatz laut dem früheren Luftwaffen-General aber erfüllt: „Solidarität mit den Vereinigten Staaten zu üben“. (krk)

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