Kopftuch_04

Einwanderung
 

Berlin plant „Route der Migration“

Kopftuch_05
In Berlin ist jeder vierte Einwohner ausländischer Herkunft Foto: rg

BERLIN. Der Berliner Senat plant die Errichtung einer „Route der Migration“ in der Hauptstadt. Mit dieser will die rot-rote Regierung  an bis zu 150 Orten an die nach ihrer Ansicht erfolgreiche Zuwanderungsgeschichte der Hauptstadt erinnern. 

Laut Integrationssenatorin Carola Blum (Linkspartei) gehöre zu einer Einwanderungsstadt „auch eine entsprechende Erinnerungskultur“. Der Projektleiter Rainer Ohlinger forderte nach einem Bericht des Neuen Deutschland, Berlin aus seinem „erinnerungspolitischen Dornröschenschlaf“ zu wecken. Die Erinnerungskultur der Stadt sei stark von der Zeit des Nationalsozialismus und der DDR geprägt. Doch Berlin sei auch Symbol für kulturelle Vielfalt. 

Vorhaben kostet 100.000 Euro 

Zustimmung kam auch vom Integrationsbeauftragte der Stadt, Günter Piening (Grüne). Mit der „Route der Migration“ könne deutlich gemacht werden, daß sich die Einwanderungsgeschichte der Stadt nicht auf die letzten 50 Jahre reduzieren lasse. 

Bis 2012 sollen die ersten 15 bis 30 Orte in die Migrationsroute aufgenommen werden. Auch stadtweite Spaziergänge, vorbei an den wichtigsten Stationen der Berliner Zuwanderungsgeschichte, sind geplant. Das Vorhaben soll etwa 100.000 Euro kosten, von denen 85.000 Euro von der Lottostiftung und 12.000 Euro vom „Netzwerk Migration“ kommen sollen. (ho)

Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles