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Jugendgewalt
 

Anklage gegen mutmaßliche S-Bahn-Möder erhoben

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Geballte Faust: Staatsanwaltschaft hat Mordanklage gegen die S-Bahn-Schläger erhoben. Foto: Pixelio/Uta Herbert

MÜNCHEN. Im Fall des vor fünf Monaten auf dem Münchner S-Bahnhof Solm getöteten Managers Dominik Brunner hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die mutmaßlichen Täter erhoben.

Brunner wollte in der S-Bahn Jugendliche vor pöbelnden Schlägern beschützen und wurde selbst zum Opfer. Die Anklage wirft Markus S. und Sebastian L. daher Mord aus niederen Beweggründen vor.

S. war zur Tatzeit volljährig und könnte nach Erwachsenenstrafrecht zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt werden. Das Gutachten eines Psychologen soll dies derzeit prüfen. Der damals siebzehnjährige L. muß mit einer Jugendstrafe bis zu zehn Jahren Haft rechnen.

Erinnerung an die Münchner U-Bahn-Schläger

Der Vorfall löste einen heftigen Streit zwischen Grünen und CSU um eine Verschärfung des Jugendstrafrechts aus. Brunner wurde postum das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Laut Medienberichten wird den Prozeß derselbe Richter leiten, der bereits die sogenannten Münchner U-Bahn-Schläger verurteilte. Kurz vor Weihnachten 2007 hatten der damals 21 Jahre alte Türke Serkan A. und der 18 Jahre alte Grieche Spyridon L. einen pensionierten Lehrer zusammengeschlagen und beinahe getötet. Sie erhielten eine Freiheitsstrafe von 12 Jahren beziehungsweise achteinhalb Jahren Jugendstrafe. (FA)

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