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Moslemverbände warnen vor „Islamphobie“ in Deutschland

BERLIN. Nach der Ermordung einer Ägypterin im Landgericht Dresden haben führende Vertreter deutscher Moslemverbände von der Politik ein deutlicheres Zeichen der Anteilnahme gefordert. „Die Indizien für eine islamophobe Tat sind erdrückend“, sagte der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek, dem Tagesspiegel.

Die Reaktion der Bundesregierung auf dieses Verbrechen grenze jedoch an „Beschwichtigungspolitik“. Mazyek forderte ein Signal, mit dem das „menschliche Antlitz Deutschlands“ gezeigt werde, auch um „die wütenden Reaktionen in Ägypten zu beschwichtigen“.

Die Bundesregierung erklärte, sie habe sich aufgrund der unklaren Umstände der Tat mit einer weitreichenden politischen Stellungnahme zurückgehalten, so der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg. „Sollte in diesem Fall ein fremdenfeindlicher, ein rassistischer Hintergrund gegeben sein“, werde die Bundesregierung dies „natürlich aufs Schärfste verurteilen“, betonte Steg.

„Islamphobie ernst nehmen“

Für den Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland ist die ermordete Ägypterin „das bisher tragischste Opfer unserer muslimischen Schwestern, die unter Demütigungen, Verdächtigungen und Diskriminierungen zu leiden haben“.

Sie sei auch „Opfer der Hetze und Verleumdungen, die spätestens seit der Zeit der Entscheidung zum Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst und auf einschlägigen Internetseiten betrieben wird“, sagte der Sprecher des Koordinierungsrates, Ayyub Axel Köhler.

Das Verbrechen an der 28jährigen, das „aus Haß auf die Muslime und Fremden“ begangen worden sei, habe die Moslems „in Angst und Schrecken versetzt“. Köhler forderte die Politik auf, „endlich die Islamphobie in unserem Land“ ernst zu nehmen. (vo)

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