Weiterer Übertritt von der CDU zu Pro Köln

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Jörg Uckermann bei der Pressekonferenz von Pro Köln am vergangenen Freitag. Links neben ihm: Pro-Köln-Chef Markus Beisicht und FPÖ-Landesminister Johann Herzog. Foto: Pro Köln

KÖLN. Für Aufsehen hat vergangene Woche der Wechsel des Ehrenfelder CDU-Vorsitzenden und stellvertretenden Bezirksbürgermeisters Jörg Uckermann zu Pro Köln gesorgt. Der 39 Jahre alte studierte Sozialwissenschaftler wird künftig die Fraktion der Wählervereinigung im Stadtbezirk Ehrenfeld führen. Mit der JUNGEN FREIHEIT sprach Uckermann über seine Beweggründe und kündigte an, daß seine CDU-Stellvertreterin Ellen Sänger ebenfalls zu Pro Köln wechselt.

Was war für Sie der ausschlaggebende Grund, von der CDU zu Pro Köln zu wechseln?

Uckermann
: Die inhaltliche Übereinstimmung. Die CDU vertritt die Werte nicht mehr, wegen denen ich einmal eingetreten bin. Die Verpackung ist zwar noch die gleiche, nicht aber mehr der Inhalt. Ich spreche da nicht nur für mich, sondern bestimmt für 70 Prozent der Kölner CDU-Mitglieder.

Seit wann trugen Sie sich mit dem Gedanken, die CDU zu verlassen?

Uckermann: Als die CDU bei der Kommunalwahl 1999 in Köln mit überragender Mehrheit gewann, herrschte eine enorme Aufbruchstimmung. Mit dem jahrelangen SPD-Filz sollte endlich aufgeräumt werden. Vor allem unser direkt gewählter Oberbürgermeister Harry Blum stand dafür. Nachdem dieser dann aber nach einem halben Jahr verstarb, änderte sich das. Schon bald zeigte sich, daß die CDU den Filz nicht auflösen, sondern die Posten nur neu besetzen würde.

„Wir tragen die Nöte der Bürger in die Parlamente“

Glauben Sie, daß Sie bei Pro Köln mehr bewegen können als in der CDU?

Uckermann: Auf jeden Fall. Es gibt hier einen Pro-Köln-Effekt, insbesondere was die Transparenz angeht. Außerdem ist Pro Köln die Partei, die die Nöte der Bürger in die Parlamente trägt und damit die anderen Parteien zum Umdenken in ihrer aktuellen Politik zwingt. Wir sind auch kein Übergangsphänomen mehr, sondern sind fest in der Bevölkerung mit zahlreichen Bezirksvertretern verankert.

Wie wurde Ihr Wechsel unter Ihren ehemaligen Parteifreunden in der Kölner CDU aufgenommen?

Uckermann: Viele beneiden mich um diesen Schritt.

Gab es keine bösen Worte?

Uckermann: Überhaupt nicht. Ich bin mit den meisten von ihnen nach wie vor freundschaftlich verbunden. Viele von ihnen haben mir gesagt, Pro Köln ist eigentlich das, was die CDU vor 20 Jahren war.

CDU-Stellvertreterin wechselt ebenfalls zu Pro Köln

Glauben Sie, daß weitere CDU-Politiker Ihrem Beispiel folgen werden?

Uckermann: Mindestens im zweistelligen Bereich. Es hat in den letzten Monaten über 30 Austritte gegeben. Und heute kann ich Ihnen verkünden, daß meine langjährige Stellvertreterin bei der Ehrenfelder CDU, Ellen Sänger, ebenfalls zu Pro Köln wechselt. Sie wird die neue Geschäftsführerin meiner Fraktion.

Was wird bei Pro Köln künftig Ihr Hauptanliegen sein?

Uckermann: Der Kampf gegen die geplante Großmoschee und weitere sich in Planung befindende Moscheen in ganz Köln. Darüber hinaus werde ich mich dem Kampf gegen ethnische Enklaven und gegen Ghetto-Schulen widmen. Es kann nicht sein, daß es Schulklassen gibt, in denen Hundert Prozent der Schüler eine andere Muttersprache sprechen als ihre Lehrerin.

Was werden Sie als erstes in Angriff nehmen?

Uckermann: Ich werde mich dafür einsetzten, daß es in Köln keine Sozialräume gibt, in denen die Deutschen zur Minderheit werden. Ich möchte den Kölnern ihre Stadt zurückgeben.

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