„Scheißbullen“: Polizei ermittelt gegen Hamburger SPD-Politiker

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Hamburger Schanzenviertel: Ermittlungen gegen SPD-Politiker Foto: Flickr/Eisenvater

HAMBURG. Die Hamburger Polizei ermittelt gegen einen türkischstämmigen SPD-Kommunalpolitiker, der mehrere Beamte als „Scheiß-Nazi“ und „Scheißbullen“ beschimpft haben soll. Der 21 Jahre alte Serkan Bicen behauptet dagegen, die Polizisten hätten ihn wegen seines südländischen Aussehens mißhandelt.

Hintergrund der Ermittlungen ist ein Polizeieinsatz wegen Ruhestörung in einer Bar im Hamburger Schanzenviertel am 6. Dezember. Bei diesem Einsatz soll sich Bicen nach Polizeiangaben den Anweisungen der Beamten widersetzt haben, woraufhin er festgenommen worden sei. Bei der Festnahme habe sich Bicen heftig gewehrt, berichtet das Hamburger Abendblatt unter Berufung auf einen Polizeibericht.

Interne Ermittlungen der Polizei

Der SPD-Politiker habe während der ganzen Zeit die Beamten beschimpft. Unter anderem soll er sexuelle Beleidigungen gegen die Mütter der Polizisten ausgesprochen und wiederholt „Scheißstaat“ geschrieen haben. Auch soll der Satz „Du Scheiß-Nazi, ich sehe dich wieder, und dann bist du dran“ gefallen sein.

Der Jungsozialist stritt gegenüber dem Abendblatt die Angaben der Polizei ab. „Ich habe zwei Dinge versucht: aufzuklären und zu deeskalieren“, sagte Bicen. Möglich sei allerdings, daß es Beleidigungen gegen Beamte aus der vor der Bar versammelten Gruppe gegeben habe.

Mittlerweile untersucht die Dienststelle Interne Ermittlungen der Innenbehörde den Fall. Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Bülent Ciftlik hat den Senat in einer Kleinen Anfrage aufgefordert, die Vorfälle  aufzuklären.

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