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Katholische Kirche
 

FPÖ kritisiert „Gender-Wahnsinn“

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Wiener Kindergarten „Fun & Care“: „Quotenregelung und Mädchenvormittage“

WIEN. Die scharfe Kritik der FPÖ an einem Wiener Kindergarten, der sich der „geschlechtersensiblen Kleinkindpädagogik“ verschrieben hat, sorgt in Österreich für Aufregung.

Die Aufregung im Wiener Parlament war am vergangenen Freitag groß: Trotzig wiederholte der Abgeordnete Karlheinz Klement (FPÖ) in der Debatte zum Gleichbehandlungsgesetz die Worte „Umerziehungsprojekte“ und „Gender-Wahnsinn“, was ihm regelmäßig einen Ordnungsruf der Dritten Nationalratspräsidentin Eva Glawischnig (Die Grünen) und allseits Empörung beschied.

Als besonders krasses Beispiel der von Klement gescholtenen „Geschlechtsprohibition“ stieß dem freiheitlichen Politiker die in der Donaumetropole von der derzeitigen Vizebürgermeisterin Renate Brauner (SPÖ) eingeführte „geschlechtersensible Kleinkindpädagogik“ auf. Dieses streng am Gender Mainstreaming orientierte Konzept soll „Mädchen und Buben möglichst vielfältige und neue Wege öffnen“, wie es auf der Internetpräsenz der Stadt Wien vollmundig heißt.

Prinzessinnenkleider und lackierte Nägel

Die konkrete Umsetzung dieser Pädagogik demonstriert der geförderte Pilotkindergarten „Fun & Care GmbH“, wo Kindern „zum gängigen Rollenstereotyp alternierende Möglichkeiten“ geboten werden. Neben „geschlechtergerechtem Sprachgebrauch“ wird frau dort ermutigt, „sich Platz zu schaffen“, was den lieben Kleinen mit „Quotenregelung und Mädchenvormittagen“ schmackhaft gemacht wird.

Zudem spielen Mädchen Fußball, werken und sollen „schreien und auf sich aufmerksam machen können“. Jungs lernen statt dessen „Konflikte begleiten“ und das „Hinhauen anbieten“. Obwohl „Fun & Care“ stets betont, man wolle „Buben nicht verweiblichen“, müssen diese zwecks „positiver Besetzung von Schlüpfen in weibliche Rollen“ nun mit Puppen spielen, in „Prinzessinnenkleider schlüpfen und sich die Nägel lackieren“.

> Internetseite der Stadt Wien zum Thema

> Mehr Informationen zum Kindergarten „Fun & Care“

> Dossier zum Thema Gender Mainstreaming

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