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Umfrage in Österreich: Drei Regierungsparteien stürzen auf 42 Prozent – FPÖ zieht davon

Umfrage in Österreich: Drei Regierungsparteien stürzen auf 42 Prozent – FPÖ zieht davon

Umfrage in Österreich: Drei Regierungsparteien stürzen auf 42 Prozent – FPÖ zieht davon

Er dominiert mit seiner FPÖ weiter alle Umfragen in Österreich: Herbert Kickl. Foto: IMAGO / photonews.at
Er dominiert mit seiner FPÖ weiter alle Umfragen in Österreich: Herbert Kickl. Foto: IMAGO / photonews.at
Er dominiert mit seiner FPÖ weiter alle Umfragen in Österreich: Herbert Kickl. Foto: IMAGO / photonews.at
Umfrage in Österreich
 

Drei Regierungsparteien stürzen auf 42 Prozent – FPÖ zieht davon

Nach eineinhalb Jahren im Amt fällt Österreichs Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und Neos auf 42 Prozent. Die FPÖ legt weiter zu. Auch die Kommunisten zeigen sich stark. Nun werden Neuwahl-Gerüchte laut.
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WIEN. Die drei österreichischen Regierungsparteien ÖVP, SPÖ und Neos haben in einer neuen Umfrage gemeinsam nur noch 42 Prozent erreicht. Damit ist die von Kanzler Christian Stocker (ÖVP) geführte Dreierkoalition laut der in der Kronen Zeitung veröffentlichten Erhebung weiter abgestürzt. Erstmals verlieren demnach alle drei Regierungsparteien gleichzeitig.

Besonders schwer trifft es die SPÖ. Die Sozialdemokraten von Vizekanzler Andreas Babler kommen nur noch auf 15 Prozent. Das liegt sechs Punkte unter dem historisch schlechten Ergebnis der Nationalratswahl 2024.

Auch die ÖVP bleibt unter Druck: Nur noch jeder fünfte Befragte würde derzeit die Kanzlerpartei wählen. Die Neos fallen auf sieben Prozent. Für die Regierung ist der Wert besonders heikel, weil ÖVP, SPÖ und Neos ohnehin ohne politischen Rückenwind in den Sommer gehen. Die Koalition steht wegen Sparmaßnahmen, schwacher Wirtschaftsdaten, interner Konflikte und Postendebatten unter Druck. Zugleich profitiert die FPÖ weiter von der schlechten Stimmung im Land. Die Partei von Herbert Kickl kommt in der Erhebung auf 37 Prozent und dreht weiter einsame Kreise an der Spitze.

Die Umfrage für die Kronen-Zeitung lässt Österreichs Politlandschaft beben. Quelle: IDDF.
Die Umfrage für die Kronen-Zeitung lässt Österreichs Politlandschaft beben. Quelle: IDDF.

Neuwahlen trotz FPÖ-Höhenflug?

In Wien werden nun erstmals offen Neuwahl-Gerüchte laut. Der burgenländische SPÖ-Klubobmann und SPÖ-Präsidiumsmitglied Roland Fürst sagte laut Heute: „Mich beschleicht schön langsam das Gefühl, dass wir im Bund bald vor Wahlen stehen, wenn im Herbst kein Wunder geschieht.“

Auch innerhalb der einzelnen Regierungsparteien wächst der Druck. Die ÖVP kämpft mit internem Widerstand gegen einen ideen- und farblosen Kanzler. Die SPÖ steht wegen neuer Belastungen für Niedrigverdiener und Pensionisten in der Kritik. Die Neos haben mit dem umstrittenen Ausschluss ihres Mitgründers Veit Dengler und Vorwürfen rund um Postenbesetzungen zu kämpfen.

Bemerkenswert ist auch der Wert der KPÖ. Die Kommunisten kommen laut Umfrage auf fünf Prozent und lägen damit über der in Österreich geltenden Vierprozenthürde. Damit wäre die Partei erstmals seit Jahrzehnten wieder im Nationalrat vertreten. Für die Koalition ist auch das ein Warnsignal: Die SPÖ verliert nicht nur nach rechts an Boden, sondern bekommt auch links parlamentarische Konkurrenz.

Was gegen Neuwahlen spricht, ist der ungebremste Höhenflug der FPÖ. Die Partei von Herbert Kickl liegt mit 37 Prozent klar auf Platz eins, kann ihren Vorsprung auf ÖVP und SPÖ weiter ausbauen und rückt einer künftigen Kanzlerpartei immer näher. (rr)

Er dominiert mit seiner FPÖ weiter alle Umfragen in Österreich: Herbert Kickl. Foto: IMAGO / photonews.at
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