WASHINGTON D.C. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat das Ziel ausgegeben, Transgender-Personen aus den Streitkräften zu entfernen. Ein Memorandum des Pentagon verdeutlicht nun, daß Verteidigungsminister Pete Hegseth bereits sehr konkrete Schritte setzt.
Laut einem Dokument des US-Verteidigungsministeriums sollen Transgender-Soldaten aus dem Militärdienst ausgeschlossen werden, sofern sie keine spezielle Ausnahmegenehmigung erhalten. Eine vor Gericht eingereichte Vorlage des Ministeriums sieht faktisch ein Verbot für Transgender-Personen vor, der Armee beizutreten oder weiterhin in ihr zu dienen.
Trump hatte bereits im Januar eine Verfügung unterzeichnet, in der es unter anderem heißt, ein Mann, der sich als Frau identifiziere, sei „nicht vereinbar mit der Demut und Selbstlosigkeit, die von einem Soldaten verlangt werde“. Im Februar erklärte das Verteidigungsministerium, daß Transgender-Personen künftig nicht mehr in die Streitkräfte aufgenommen und keine medizinischen Maßnahmen im Zusammenhang mit Geschlechtsumwandlungen mehr durchgeführt oder finanziert würden.

Pentagon spricht von wenigen Tausend Transgender-Soldaten
Das jüngste Memorandum vom 26. Februar geht noch einen Schritt weiter. Demnach soll das Verteidigungsministerium ein Verfahren entwickeln, um Transgender-Soldaten zu identifizieren und sie innerhalb von 30 Tagen aus dem Dienst zu entlassen. Es sei die Politik der US-Regierung, hohe Standards für Einsatzbereitschaft, Tödlichkeit, Zusammenhalt, Ehrlichkeit, Bescheidenheit, Einheitlichkeit und Integrität der Soldaten zu gewährleisten, heißt es in dem Dokument.
Die Richtlinie sei unvereinbar mit den medizinischen, chirurgischen und psychischen Einschränkungen, die mit Geschlechtsdysphorie einhergingen. Laut Verteidigungsministerium befinden sich etwa 1,3 Millionen Menschen im aktiven Dienst. Während Transgender-Aktivisten von bis zu 15.000 betroffenen Soldaten sprechen, geben offizielle Stellen deren Zahl lediglich mit einigen Tausend an. (rr)