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Plenarsaal des EU-Parlaments: Semedo pocht auf mehr Diversität in Brüsse
Plenarsaal des EU-Parlaments: Semedo pocht auf mehr Diversität in Brüssel Foto: picture alliance/ Michael Kappeler / dpa

Vielfalt im EU-Parlament
 

EU-Abgeordnete fordert diversere Kandidatenlisten auf nationaler Ebene

BRÜSSEL. Die luxemburgische EU-Abgeordnete Monica Semedo hat darauf gedrängt, das Brüsseler Parlament als Vorbild für gesellschaftliche Vielfalt zu stärken. Dafür müsse es unter anderem diversere Kandidatenlisten auf nationaler Ebene geben, sagte die Politikerin der liberalen Fraktion Renew Europe gegenüber dem Internetportal Euractiv.

„Wir brauchen einen Mentalitätswandel in der Gesellschaft. Das wird nicht über Nacht passieren und erfordert harte Arbeit”, führte Semedo aus. Die EU-Abgeordneten würden von den europäischen Bürgern gewählt und müßten folglich auch deren Gesellschaft widerspiegeln, um diese würdig zu vertreten. Erst dann seien EU-Rat und EU-Parlament wirklich repräsentativ.  Derzeit mangle es dort sehr an Vielfalt.

EU soll mehr gegen Rassismus tun

Die EU sei zudem in der Pflicht, stärker gegen Rassismus und Diskriminierung vorzugehen. „Hier sollten die EU-Institutionen mit gutem Beispiel vorangehen und Praktiken zur Diversitätsförderung etablieren.“ In einer Zeit, in der „Rassismus und Xenophobie zunehmen, ist es von entscheidender Bedeutung, starke parteiübergreifende Allianzen zu bilden, um die Werte der EU aufrechtzuerhalten”, verdeutlichte sie.

Semedo war Mitte Juli zur Vize-Chefin der interfraktionellen Gruppe Antirassismus und Diversität gewählt worden. Zuletzt hatte diese kurz vor den Olympischen Spielen in Tokio eine vermeintlich rassistische Ungleichbehandlung im Sport beklagt.

Plenarsaal des EU-Parlaments: Semedo pocht auf mehr Diversität in Brüssel Foto: picture alliance/ Michael Kappeler / dpa
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