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Vergewaltigte junge Frau (Symboldbild) Foto: picture alliance/Photoshot
Nach Rotherham und Telford

Neuer Mißbrauchsskandal erschüttert England

MANCHESTER. Nach Rotherham, Rochdale und Telford erschüttert erneut ein Kindermißbrauchsskandal Großbritannien. Laut einem Bericht des Independent sind in Manchester Dutzende Mädchen von „Männerbanden mit asiatischem Hintergrund“ angelockt und mißbraucht worden.

Besonders brisant: Laut dem Bericht zweier Experten haben sich die Opfer bereits Anfang und Mitte des vorvergangenen Jahrzehnts an die Behörden gewandt, waren dort aber auf taube Ohren gestoßen. Der Grund für das Nichteingreifen der Polizei war dem 145 Seiten starken Bericht zufolge die Furcht, als rassistisch zu gelten.

Nur drei Täter vor Gericht

Offenbar verhinderte die Polizei selbst einen laufenden sexuellen Mißbrauch aus diesem Grund nicht. „Die Behörden wußten, daß viele Opfer starkem Mißbrauch und Ausbeutung ausgesetzt waren, aber beschützten diese nicht vor den Tätern.“ Vergleichbares sei auch „in anderen Städten quer durchs ganze Land“ beobachtet worden.

Zwar gab es 2004 in der Stadt eine großangelegte Polizeioperation mit dem Namen „Operation Augusta“, die allerdings auch mit der Unterstützung des Stadtrats kurz darauf wieder eingestellt wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren demnach bereits 57 Opfer bekannt – mehrheitlich weiße Mädchen im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren – und 97 Verdächtige.

Nur drei der Täter mußten sich später vor Gericht verantworten. Dabei soll die Polizei laut dem von Bürgermeister Andy Burnham in Auftrag gegebenen Dokument bereits über Namen, Adressen und sogar die Arbeitsorte von Tatverdächtigen informiert gewesen sein.

Moslemische Kinderschänderbanden in Rotherham

Der Polizeichef von Manchester, Ian Hopkins, der erst seit 2015 im Amt ist, hat sich unterdessen für die Fehler seiner Vorgänger entschuldigt. „Ich bin persönlich angeekelt, daß sich niemand um diese Kinder gekümmert hat und den schrecklichen Mißbrauch, den sie erleiden mußten“, sagte Hopkins.

In den vergangenen Jahren waren bereits Fälle von mehrheitlich moslemischen Kinderschänderbanden ans Tageslicht gekommen, die in den Städten Rotherham, Rochdale und Telford massenweise Kinder mißbrauchten. Allein in Rotherham erlitten zwischen 1997 und 2013 rund 1.400 weiße britische Kinder sexuellen Mißbrauch. Auch dort griff die Polizei aus „fehlgeleiteter Politischer Korrektheit“ nicht ein, wie eine Untersuchung damals feststellte. (tb)

Vergewaltigte junge Frau (Symboldbild) Foto: picture alliance/Photoshot

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