Islamische Flüchtlinge in Südostasien

Südkorea: Demonstranten wollen keine Asylbewerber im Land

SEOUL. Immer mehr Südkoreaner protestieren gegen die Aufnahme von islamischen Flüchtlingen. Mehr als eine halbe Million Bürger haben bereits eine Petition gegen Einwanderung unterzeichnet, berichtet die Korean Times.

Auf der Insel Jeju protestierten Ende Juni über 100 Einwohner gegen die Ankunft islamischer Asylforderer. Zuvor waren knapp 950 zumeist jemenitische Flüchtlinge auf der Insel angekommen. Dabei hätten sie ausgenutzt, daß man für diese Insel kein Visum benötige, um sich dort bis zu einen Monat aufhalten zu können. Die südkoreanische Regierung habe durch diese Regelung ursprünglich den Tourismus auf Jeju ankurbeln wollen.

Die Vorgänge auf der südlichen Insel nahmen auch rund 700 Demonstranten in der Hauptstadt Seoul zum Anlaß für Kundgebungen Anfang Juli. In Sprechchören und auf Plakaten forderten sie „Korea first“, „wir wollen Sicherheit“ und „verbietet die keine-Visa-Politik“.

Südkorea dürfe nicht Europa werden

Einer der Organisatoren sagte: „Wir verlangen, daß die Regierung Koreaner bevorzugt. Wir sind nicht gegen alle Flüchtlinge. Aber wir sollten keine Ausländer akzeptieren, die versuchen, ihre wirtschaftlichen Interessen zu verfolgen.“ Südkorea dürfe nicht so unter den Einwanderern leiden wie Länder in Europa.

Südkorea ist für seine strenge Asylpolitik bekannt. Im vergangenen Jahr seien von 9.942 Asylanträgen nur 121 genehmigt worden. (ag)

Südkoreaner protestieren auf der Insel Jeju gegen die Aufnahme islamischer Flüchtlinge Foto: picture alliance / NurPhoto

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