Atomabkommen

Iranische Führung stellt Bedingungen für Treffen mit Trump

TEHERAN. Der Iran hat Bedingungen für ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump gestellt. „Die Rechte der iranischen Nation zu respektieren, Feindseligkeiten zu reduzieren und zum Nuklearabkommen zurückkehren, sind Schritte, die gemacht werden müssen, um einen Weg über die holprige Straße zu Gesprächen zwischen Iran und Amerika zu ebnen“, schrieb der Berater des iranischen Präsidenten Hassan Rouhani, Hamid Abutalebi, auf Twitter.

Trump hatte zuvor seine Bereitschaft zu Gesprächen mit Teheran ohne Vorbedingungen bekundet. „Ich würde mich sicherlich mit dem Iran treffen, wenn sie sich treffen wollten“, betonte der Präsident. Allerdings wisse er nicht, ob die Iraner dafür schon bereit seien.

Verbaler Schlagabtausch

Trump hatte im Mai das unter seinem Vorgänger Barack Obama geschlossene Atomabkommen mit dem Land aufgekündigt und erneute Sanktionen gegen den Iran angekündigt. Diese treten ab dem 6. August in Kraft. Weitere sollen im November folgen. Gleichzeitig bekundete Trump seine Bereitschaft, ein neues Abkommen auszuhandeln. Das alte sei „eine Verschwendung von Papier“ gewesen, sagte er.

Zuletzt hatten sich Trump und die iranische Führung ein verbales Scharmützel geliefert. Rouhani hatte Amerika gewarnt, Washington müsse verstehen, daß „Frieden mit Iran die Mutter allen Friedens ist und Krieg mit Iran die Mutter aller Kriege“ sei. Trump reagierte auf Twitter: „Bedrohen Sie die Vereinigten Staaten nie, nie wieder, sonst werden Sie Konsequenzen erleiden, wie sie in der Geschichte nur wenige jemals erleiden mußten.“ (tb)

 

Irans Präsident Hassan Rouhani Foto: picture alliance / newscom

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