Westminster

Autoattacke in London: Polizei geht von Terroranschlag aus

LONDON. Nach einer Autoattacke in London ermittelt Scotland Yard gegen den Fahrer eines Ford Fiesta wegen Terrorverdachts. Der Schwarzafrikaner war mit dem Wagen gegen halb acht Uhr Ortszeit in die Absperrung des Westminster-Palastes gefahren. Dabei verletzte er mehrere Personen, von denen zwei im Krankenhaus behandelt werden mußten.

Die Polizei konnte den mutmaßlichen Attentäter, der laut britischen Medien zwischen 20 und 30 Jahre alt sein soll, noch am Tatort festnehmen. Nachdem sie zwischenzeitlich von einem Verkehrsunfall ausging, konzentrieren sich die Ermittlungen mittlerweile auf einen Terroranschlag. Britische Medien zitieren eine Augenzeugin, Ewalina Ochab, mit den Worten: „Ich denke, das hat nach Absicht ausgesehen – das Auto fuhr schnell und direkt auf die Absperrung zu.“ Aufnahmen aus einer Überwachungskamera bestätigen die Aussagen Ochabs.

Vor 17 Monaten fuhr fast an gleicher Stelle der 52 Jahre alte islamische Terrorist Khalid Masood in die Absperrung um das Parlament, nachdem er zuvor auf der Westminster-Brücke in eine Menschenmenge gefahren war. Damals starben fünf Menschen, 40 wurden verletzt. (tb)

Absperrung vor dem Parlament in London am Dienstag nach einem mutmaßlichen Terroranschlag Foto: picture alliance/Revierfoto/Revierfoto/dpa

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