Antifa-Gewalt

Spanier wegen Hosenträgern in Nationalfarben totgeprügelt

SARAGOSSA. Ein Mann ist im spanischen Saragossa von zwei militanten Antifaschisten zu Tode geprügelt worden, weil er Hosenträger in den spanischen Nationalfarben trug. Laut der Zeitung Heraldo de Aragón wird der Haupttäter, der junge Chilene Rodrigo Lanza, beschuldigt, den 55jährigen Víctor Laínez am 8. Dezember zunächst als Faschist beschimpft zu haben. Es kam zu einem Wortwechsel, bevor das spätere Opfer in eine Bar einkehrte.

Als er diese wieder verließ attackierten ihn die beiden jungen Männer mit einer Eisenstange und fügten ihm schwere Kopfverletzungen zu. Die Zeitung El País spricht unter Berufung auf Polizeiquellen von vier Antifaschisten, zwei von ihnen Frauen. Die Ärzte versetzten Laínez in ein künstliches Koma. Am Dienstag verstarb er.

Der 33 Jahre alte mutmaßliche Täter wurde laut El País bereits 2008 von einem Gericht zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, weil er 2006 einen Polizisten verprügelt hatte, der seitdem gelähmt ist. Seit Beginn der Katalonienkrise Anfang Oktober hat das Zurschaustellen von spanischen Flaggen in dem Land auf der iberischen Halbinsel zugenommen. (tb)

Spanische Flagge (Symbolbild) Foto: picture alliance/APA/picturedesk.com

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