Der Prinz küßt das schlafende Dornröschen wach Foto: picture alliance / United Archives
Wegen Sexismus

Englische Mutter will „Dornröschen“ verbieten

NEWCASTLE. Eine Mutter aus Nordengland will an der Schule ihres Sohnes das Märchenbuch Dornröschen verbieten lassen. Die 40jährige Frau aus dem nordenglischen Northumberland Park stört sich vor allem an der Szene wenn der Prinz das schlafende Dornröschen wachküßt, berichtet die Daily Mail.

Dies sende eine „unangemessene sexuelle“ Botschaft an die Kinder, da der Kuß ohne Zustimmung Dornröschens geschehe. Das Buch sei inakzeptabel, weil es Kinder lehre, daß es in Ordnung sei, eine Frau im Schlaf zu küssen. Man müsse sich daher fragen: „Ist das heute noch relevant? Ist das angemessen?“

#Metoo-Kampagne war der Anstoß

Für ältere Schüler böte das Buch eine gute Diskussionsgrundlage, nicht aber für Grundschüler wie ihren sechsjährigen Sohn. Zum Nachdenken gebracht habe sie dabei die #Metoo-Kampagne, die sexuelle Belästigung anprangern will. Märchenbücher wie Dornröschen zeigten, „wie tief verwurzelt dieses Verhalten in unserer Gesellschaft ist“. (tb)

Der Prinz küßt das schlafende Dornröschen wach Foto: picture alliance / United Archives

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