Trump-Anhänger jubeln Foto: picture alliance/ZUMA Press
Präsidentschaftswahl

Trump gewinnt Präsidentschaftswahl

WASHINGTON, DC. Der republikanische Kandidat Donald Trump hat die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten gewonnen. Entscheidend für das Endergebnis waren die Bundesstaaten Pennsylvania, Wisconsin und Michigan. In dem bevölkerungsreichen Pennsylvania erreichte Trump 48,8 Prozent der Stimmen, Clinton 47,6. Bis zuletzt lieferte sich der Republikaner ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Hillary Clinton. Die Demokratin hat über ihren Wahlkampfmanager ankündigen lassen, daß sie am Dienstag nicht mehr vor ihren Anhängern sprechen wird.

Trump lag im Rennen um das Präsidentenamt durchgehend vorne, nachdem er Florida mit 29 Wahlmännern gewann. 2012 hatte Barack Obama den wichtigen „Swing State“ für die Demokraten noch knapp für sich entschieden. Er sicherte sich zudem das bevölkerungsreiche Georgia. Der Republikaner konnte davor bereits den Bundesstaat Ohio mit 18 Wahlmännern von den Demokraten erobern. Trump verteidigte überdies North Carolina mit 15 Wahlmännern und Utah mit sechs.

„Großartige Bewegung in Gang gesetzt“

Trump sagte in einer Rede vor seinen Anhängern in New York, er wolle der Präsident aller Amerikaner sein. „Wir haben nicht einen Wahlkampf gemacht, sondern eher eine
unglaubliche, großartige Bewegung in Gang gesetzt.“ Als Geschäftsmann habe er nach ungehobenen Potentialen gesucht. Das wolle er als 45. Präsident tun.

Zudem wiederholte der Republikaner eine Reihe von Wahlversprechen. Demnach solle die Infrastruktur wieder aufgebaut werden und Arbeitsplätze zurück in die Vereinigten Staaten geholt werden. Er versprach den Veteranen Besserungen. Für das Land habe er einen „großartigen“ ökonomischen Plan.

Von der Leyen bezeichnet sich abzeichnenden Wahlsieg als „schweren Schock“

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat den sich abzeichnenden Sieg Trumps als „schweren Schock“ bezeichnet. „Auch wir Europäer wissen natürlich als Bündnispartner in der Nato, daß Donald Trump als Präsident fragen wird, was leistet ihr im Bündnis“, sagte die Ministerin am Mittwoch in der ARD. „Aber auch wir fragen, wie steht ihr zum Bündnis?“ fragte sie mit Blick auf die Ankündigungen des Republikaners, die Europäer müßten mehr für ihre Sicherheit tun.

Die Republikaner konnten die Kontrolle über das Repräsentantenhaus behalten. Zudem sicherte sich die Partei laut amerikanischen Medien auch die Mehrheit im Senat.

In vielen Bundesstaaten traten die prognostizierten Ergebnisse ein. Trump gewann in Idaho, Nebraska, Missouri, Montana, Louisiana, Texas, Kansas, Nebraska, North und South Dakota, Wyoming, Arkansas, Alabama, South Carolina, Kentucky, Oklahoma, Tennessee, Mississippi, Indiana und West Virginia.

Clinton sicherte sich Kalifornien, Oregon, Hawaii, New Mexico, Connecticut, New York, Illinois, New Jersey, Massachusetts, Maryland, Rhode Island, Delaware und Vermont sowie den District of Columbia.

270 von 538 Wahlmännerstimmen nötig

Wahlberechtigt waren rund 219 Millionen Bürger. Jeder Wähler mußte sich registrieren lassen und durfte etwa wegen einer kriminellen Vergangenheit nicht von der Wahl ausgeschlossen sein. Über 42 Millionen Amerikaner hatten bereits vor dem Wahltag ihre Stimmen abgegeben.

Der Präsident der Vereinigten Staaten wird nur indirekt vom Volk gewählt. Jeder Bundesstaat hat eine gewisse Anzahl an den insgesamt 538 Stimmen von Wahlmännern. Die Höhe der Zahl richtet sich nach der Bevölkerungsgröße des jeweiligen Staates. Für den Einzug ins Weiße Haus benötigt ein Kandidat mindestens 270 Wahlmännerstimmen. (ls)

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Mehr zur Präsidentschaftswahl und den Folgen für Deutschland lesen Sie in der kommenden Ausgabe der JUNGEN FREIHEIT.

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