Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán

Orbán: „Der Islam gehört nicht zu Europa“

BERLIN. Mit scharfen Worten hat Ungarns Ministerpräsident Victor Orbán Asylbewerber kritisiert, die aus wirtschaftlichen Gründen nach Europa kommen. „Ein deutsches Leben oder ein ungarisches Leben steht nicht jedem zu. Nur demjenigen, der dafür gearbeitet hat“, sagte er dem Focus.

Daß sich die zumeist islamischen Asylsuchenden in Europa integrieren würden, glaubt Orbán nicht. „Der Islam ist das Regelwerk einer anderen Welt.“ Europa müsse seine eigene Lebensart, zu der die Freiheit der Gedanken, der Religion, der Rechtsgleichheit und der Gleichberechtigung von Mann und Frau gehörten, verteidigen.

„Hier in Ungarn entscheiden wir selber“

Die Einwanderungspolitik Deutschlands und Frankreichs sieht Orbán als gescheitert an. Er habe zwar nicht das Recht, diese Zustände in anderen Ländern zu kritisieren, dennoch stehe fest: „Hier in Ungarn entscheiden wir selber, ob wir das wollen oder nicht. Wir wollen nicht.“

Bereits am Donnerstag hatte Ungarn zusammen mit anderen osteuropäischen EU-Staaten einen erneuten Vorstoß zu einer verpflichtenden Aufnahmequote für Asylsuchende abgewehrt. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich daraufhin verwundert, warum die osteuropäischen Länder „so harsch reagieren” und „so hart in der Flüchtlingsfrage sind”, berichtet die Bild-Zeitung. (ho)

Viktor Orbán Foto: Facebook

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