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Parlamentsbeschluß
 

EU verbietet Mentholzigaretten

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Mit solchen Bildern sollen Raucher künftig vom Zigarettenkauf abgeschreckt werden Foto: picture alliance/ dpa

STRAßBURG. Das EU-Parlament hat mit großer Mehrheit einer Verschärfung der Tabakrichtlinie zugestimmt. Künftig sollen 65 Prozent der Zigarettenpackungen mit Schock-Bildern wie Raucherbeinen sowie Warnhinweisen wie „Rauchen tötet“ versehen werden. Darüber hinaus werden nach dem Gesetzentwurf auch Mentholzigaretten verboten, für die es jedoch eine Übergangsfrist von fünf Jahren geben soll.

Anders als zunächst geplant sollen sogenannte Slim-Zigaretten weiterhin erlaubt bleiben. Für E-Zigaretten will die EU die Hersteller zu mehr Transparenz bei der Bekanntgabe der Inhaltsstoffe zwingen. Die neuen Maßnahmen werden voraussichtlich nicht vor 2016 wirksam. Danach hat jedes EU-Mitgliedsland zwei Jahre Zeit, bevor die Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden muß.

Orban für Nichtraucherschutz geehrt

Unterdessen hat die Weltgesundheitsorganisation WHO nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung den ungarischen Premierminister Viktor Orban für seine Politik zum Nichtraucherschutz ausgezeichnet. WHO-Präsidentin Margaret Chang würdigte Orbans Politik bei der Preisverleihung im ungarischen Parlament als „mutig“. Seit 2012 ist in Ungarn das Rauchen nicht nur in allen geschlossenen öffentlichen Räumen, sondern auch an manchen Orten unter freiem Himmel verboten, zum Beispiel in der Nähe von Spielplätzen oder an Bushaltestellen. Seit zwei Monaten können in dem Land zudem Zigaretten nur noch in speziellen Tabakläden erworben werden. (tb)

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