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Hackerangriff
 

Anonymous legt US-Behörden lahm

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Anonymous hat wieder zugeschlagen Foto: Anonymous

WASHINGTON. Die Hackergruppe Anonymous hat die Internetseiten mehrerer amerikanischer Regierungsbehörden wie FBI und Justizministerium lahmgelegt. Der Denial-of-Service-Angriff war als Vergeltungsmaßnahme für die Abschaltung der Internetseite megaupload.com gedacht, die von amerikanischen Behörden wegen Urheberrechtsverletzungen belangt worden war.

Megaupload.com ist eine Internettauschbörse. Den Betreibern der Seite wird vorgeworfen, daß dort Filme, Musik und andere Dateien illegal getauscht würden. Einer der Verantwortlichen, der Deutsche Kim Schmitz, wurde gemeinsam mit sechs anderen Personen in Auckland verhaftet. Sie bestreiten die Vorwürfe.

Nach seiner Verhaftung begannen Anonymous-Hacker mit den Angriffen auf die Netzseiten. Die Hauptziele waren die amerikanische Bundespolizei FBI, das amerikanische Justizministerium und die französische Adopi-Behörde, die mit Urheberrechtsverstößen betraut ist. Selbst das Weiße Haus wurde angegriffen. Dazu kamen Attacken auf Firmen der Inhalteindustrie wie Universal.

Insgesamt stieg der weltweite Datenverkehr laut Brancheninformationsdiensten um etwa zehn bis zwanzig Prozent. Bei den Denial-of-Service-Angriffen bündeln Anonymous-Anhänger ihre Rechnerleistung, um gemeinsam auf Seiten zuzugreifen, die dann durch die Masse der Anfragen überlastet zusammenbrechen. Inzwischen sind die Angriffe aber abgewehrt und die Seiten wieder frei zugänglich. (rg)

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