Abschiebung von Zigeunern

Sarkozy-Vertrauter kritisiert „deutschen Papst“

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Gedenkstelen für ermordete Zigeuner im ehemalilgen Konzentrationslager Buchenwald: Können sich Deutsche nicht zu dem Thema äußern? Foto: Pixelio/Paul Marx

PARIS. Der französische Schriftsteller Alain Minc hat Papst Benedikt XVI. das Recht abgesprochen, sich zu der Abschiebung von Zigeunern aus Frankreich zu äußern.

Zwar könne man darüber reden, nicht aber mit „einem deutschen Papst“, sagte der Vertraute des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy dem Radiosender France inter.

„Unsensibel und wie alle Deutschen”

Der Papst sei unsensibel und wie alle Deutschen ein Erbe der nationalsozialistischen Vergangenheit. Man hätte über dieses Thema mit dessen polnischen Vorgänger Johannes Paul II. sprechen können, „aber nicht mit ihm“.

Nach Übergriffen auf ein Polizeirevier hatte die französische Regierung zahlreiche illegale Zigeunerlager räumen lassen und damit heftige Proteste ausgelöst.

Auch Benedikt XVI. hatte indirekt das Vorgehen kritisiert, als er vergangenen Sonntag während des Angelus-Gebetes auf französisch daran erinnerte, daß man als Katholik Menschen verschiedener Herkunft akzeptieren müsse, berichtete die Welt. (FA)

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