Regisseur Oliver Stone entschuldigt sich für Kritik an „Israel-Lobby“

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Oliver Stone (2009) Foto: Flickr/Nicolas Genin

NEY YORK. Der amerikanische Regisseur Oliver Stone hat sich für seine Äußerungen zum Holocaust und den Einfluß von Juden in den Medien entschuldigt. „Ich werde versuchen, die Kriegsverbrechen der Deutschen aus einer größeren Sicht zu betrachten. Ich habe eine plumpe Bemerkung über den Holocaust gemacht, die ich bereue und für die ich um Verzeihung bitte“, sagte Stone nach einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa.

Der Regisseur hatte vergangene Woche in einem Interview mit der Sunday Times unter anderem gesagt, Hitler sei ein „Frankenstein-Monster“ gewesen. Aber es habe auch einen Dr. Frankenstein gegeben, der ihn erschaffen habe. „Deutsche Industrielle, die Amerikaner und Briten. Er hatte viel Unterstützung. Hitler hat den Russen viel mehr angetan als den Juden“, so Stone.

„Israel hat die amerikanische Außenpolitik seit Jahren ruiniert“

Die Frage, warum der Holocaust eine solche Aufmerksamkeit erfahre, beantwortete Stone mit der „jüdischen Dominanz in den Medien“. Die Juden seien ganz oben bei den Kommentaren und die mächtigste Lobby in Washington. „Israel ruiniert die amerikanische Außenpolitik seit Jahren“, kritisierte der Regisseur.

Das American Jewish Committe warf Stone daraufhin vor, sich mit seinen „grotesken und giftigen Vorurteilen“ selbst als Antisemit entlarvt zu haben.

Zu Stones bekanntesten Filmen zählen unter anderem „Platoon“, „Wallstreet“, „geboren am 4. Juli“ und „John F. Kennedy – Tatort Dallas“. (krk)

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