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Streit um Hohmann

Nach massivem Druck aus der CDU hat die Junge Union Wismar-Nordwestmecklenburg den aus der Bundestagsfraktion der Union und aus der CDU ausgeschlossenen Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann wieder ausgeladen. Hohmann sollte nach Angabe des JU-Kreisvorsitzenden Steffen Bokunewitz Anfang Februar auf dem Neujahrsempfang des Kreisverbandes auf der Ostsee-Insel Poel zu dem Thema „Die Entwicklung des CDU-Zeitgeistes“ sprechen. Mittlerweile hat die Nachwuchsorganisation der CDU die geplante Veranstaltung ganz abgesagt. Nach Angaben des JU-Bundesverbandes hat Bokunewitz zudem sein Amt niedergelegt. „Aus Sicht des Bundesverbandes sowie des Landesverbandes sind Veranstaltungen mit Martin Hohmann inakzeptabel und politisch untragbar“, heißt es dazu auf der Internetseite der JU weiter. Die Einladung des Bundestagsabgeordneten Hohmann durch den JU-Kreisverband hatte innerhalb der Union für erhebliche Aufregung gesorgt. Der CDU-Landesvorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern, Eckhardt Rehberg, sagte der Bild-Zeitung: „Es zeugt von politischer Dummheit und Instinktlosigkeit, Herrn Hohmann einzuladen.“ Hohmann sagte angesichts der neuerlichen Auseinandersetzung um seine Person, er betrachte die Union nach wie vor als seine politische Heimat. Er verwies darauf, daß er vor dem Landgericht Berlin derzeit die Feststellung erstrebe, daß er weiterhin CDU-Mitglied sei (JF 52-53/04). „Daher bin ich der CDU gegenüber loyal“, bekräftigte der Bundestagsabgeordnete. Er wies zudem darauf hin, daß die Meinungsfreiheit der Kernbestand der demokratischen Ordnung sei. „Es wäre für junge Menschen eine verhängnisvolle Lektion, wenn sie den Eindruck gewinnen müßten, Meinungsfreiheit gelte nur für konforme Äußerungen und für ‚von oben approbierte‘ Redner.“

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