Heinrich Lummer kritisiert Kampagne in CDU-Verband

Mit Unverständnis und Empörung hat der frühere Bürgermeister und Innensenator von Berlin, Heinrich Lummer, auf die Repressionen des CDU-Kreisverbandes Steglitz/Zehlendorf reagiert, denen dort einfache Parteimitglieder ausgesetzt sind, nur weil sie für die Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT als Autoren tätig sind. “Was in dem CDU-Kreisverband passiert, spottet jeder Beschreibung und erinnert mich an finsterste totalitäre Zeiten", erklärte Lummer. Daß junge Menschen diffamiert und zum Parteiaustritt gedrängt werden, nur weil sie für eine konservative Zeitung Artikel geschrieben haben, sei eine “Riesensauerei", so Lummer. Der heute 72jährige ist seit vielen Jahren als Kolumnist ständiger Mitarbeiter der JUNGEN FREIHEIT.

Anlaß für Lummers geharnischte Kritik ist eine Kampagne innerhalb der Südwest-Union gegen zwei inzwischen ehemalige CDU-Mitglieder, die neben ihrem Studium gelegentlich für die Berliner Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT Beiträge geschrieben haben. Aufgrund des offenbar von “Parteifreunden" ausgeübten Drucks sind beide in der vergangenen Woche aus der CDU ausgetreten.

Heinrich Lummer ist seit 1953 Mitglied der CDU. Von 1967 bis 1986 war er Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin, davon von 1969 bis 1980 als CDU-Fraktionsvorsitzender. 1980/81 war er Parlamentspräsident, danach bis 1986 Bürgermeister und Innensenator. Von 1987 bis 1998 gehörte er dem Deutschen Bundestag an.

V.i.S.d.P.: Thorsten Thaler, Chef vom Dienst, Hohenzollerndamm 27a, 10713 Berlin

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