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Spielabbruch

Spätestens bei den November-Krawallen des Jahres 2005 in den Vorstädten von Paris zeigte sich, daß das auf dem Territorialprinzip beruhende Staatsangehörigkeitsrecht Frankreichs mit sofortiger Einbürgerung keineswegs die Integration beschleunigt. Den Haß vieler Nachfahren von nordafrikanischen Einwanderern bekommen die Franzosen auch bei Fußball-Länderspielen regelmäßig zu spüren. Wie schon bei den Heimspielen 2001 gegen Algerien und 2007 gegen Marokko wurde nun auch gegen Tunesien im Stade de France die Marseillaise von Buhrufen und Pfiffen begleitet. Französische Spitzenpolitiker wollen dem Verunglimpfen der staatlichen Symbole nun nicht länger zusehen. „Das ist eine Beleidigung für Frankreich und seine Nationalspieler. So etwas sollte nicht toleriert werden“, wurde Premierminister Fillon deutlich. Präsident Sarkozy war ebenfalls erzürnt. Nach einer Beratung mit Sportministerin Bachelot erklärte diese, daß künftig ein Spiel abgebrochen werden soll, wenn es bei der Nationalhymne Pfiffe gibt. Realistisch ist die Umsetzung nicht, die Überlegungen könnten allerdings in einen erweiterten Rassismusbegriff bei  Fifa und Uefa münden, so daß entsprechende Strafen möglich würden.

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