Klaus-Rüdiger Mai Die Zukunft gestalten wir!

 

Dazulernen

Berlin hat viel zu bieten. Edle Läden, wilde Parties. Dutzende Shopping-Malls laden zum Flanieren ein. Man begegnet Stars und Sternchen und ab und an auch mal einer Rotte Wildschweine oder einem frech herumstreunenden Fuchs. Hupps, das gibt es doch nicht, denkt dann der mitten im quirligen Leben stehende Berliner und ist über soviel mysteriöse Begebenheiten irritiert. Ja, spätestens dann, wenn er nach dem Besuch einer der zahlreichen quirligen Bars und Lounges morgens um halb vier vor dem Brandenburger Tor den Vollmond anstarrt und einen Hund jaulen hört, denkt er vielleicht: Da war doch noch was! Aber ihm fällt nichts ein. Er kennt sie nicht, die Legende von der „Weißen Frau im Schloß zu Berlin“. Auch die Sage vom „Türträger in der Wallstrasse“ und das „Geheimnis des Steinkreuzes an der Marienkirche“ sind ihm unbekannt. Gut, daß es nun die zehn schönsten Berliner Stadtsagen als Hörbuch gibt (Verlag John Media; www.stadtsagen.de). Dem nicht genug. Auch die Hamburger scheinen mit dem „Werwolf von Ottensen“, dem „Gespenst an der Bleiche“ und dem „Tischler aus Wandsbek“ wenig anfangen zu können. Ihnen und all den der Sage entwöhnten Menschen in München, Nürnberg, Bamberg und Mainz sei gesagt, daß in ihrer Gegend – wenn schon nicht heute, so doch in vergangener Zeit – zauberhafte Wesen lebten und seltsame Dinge geschahen, die man kennen sollte.

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