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Autoritativer Stil

Zwischen den Feiertagen lief mal wieder die nicht enden wollende Debatte über die Bildungsmisere. Auf Sat1 erklärte eine „Bildungsexpertin“ in „Weck up“, gegen die schwerkriminellen Kinder von der Rütli-Schule müsse hart durchgegriffen werden. Diesen „neuen Erziehungsstil“ nannte sie „autoritativ“, weil sie den Begriff „autoritär“ partout nicht verwenden wollte. Das sind die gleichen Mechanismen wie im Jahr 1990, als die Linken die Wiedervereinigung zur „Neuvereinigung“ machten. Das zweite große Thema nach dem Nitzsche-Abgang aus der Union war der Streit um die Fürther Landrätin Pauli. Doch wie ungleich war die mediale Beleuchtung dieser zwei Abweichler: Pauli wurde hofiert und Stoiber als „Stasi-Stoiber“ (Berliner Kurier) verunglimpft, während Nitzsche einfach nur als böser „Skandal-Abgeordneter“ dastand. Dabei wurden gegen beide die gleichen Maßnahmen von oben ergriffen: Sachsens Ministerpräsident Milbradt forderte sogar, Nitzsche „von unten her fertig“ zu machen. Aber weil es sich gegen einen „rechten“ Abweichler richtete, war das wohl autoritativ statt autoritär.

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