Sommer, aufgefächert

Er ist wieder da: Durch den diesjährigen Rekordsommer kommt der Fächer wieder in Mode. In den Großstädten sieht man ihn an vielen Damen im Café, in der Bahn oder im Büro. Der Zweck des so farbenfrohen und reichlich verzierten Fächers ist bei Sommertemperaturen um die 35 Grad ein sehr erfrischender. Denn der durch das Wedeln entstehende Luftzug kühlt das Gesicht durch die Verdunstungskälte. Bis zum frühen 20. Jahrhundert war der Fächer ein nahezu unverzichtbares modisches Accessoire der Damen. Die aufwendige und teure Herstellung machte ihn zum Statussymbol, seine Feinheit und Empfindlichkeit zum Symbol der Weiblichkeit. Ab dem 18. Jahrhundert hatten Fächer eine unverzichtbare Funktion als verdecktes Kommunikationsmittel. So konnte man bei gesellschaftlichen Zusammenkünften nonverbale Geheimbotschaften untereinander austauschen. Nun also wird wieder gewedelt, aber ob die Frau von heute auch die nonverbale Geheimsprache des Fächers beherrscht, ist fraglich, und wer weiß, was sie dem einen oder anderen Herrn schon zugewedelt hat!

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