Markus Krall Freiheit oder Untergang

 

Amiga-Affäre

Am 23. Juli 1985 ging ein Raunen durch die Computerwelt, als der Computerpionier Commodore in New York den „Amiga 1000“ der staunenden Fachpresse präsentierte. Der nun frischgebackene Twen stellte mit seinen spektakulären Leistungs- und Ausstattungsdaten als Erbe des legendären 8-Bit-Heimcomputer C 64 zugleich einen Meilenstein und einen Quantensprung in der Computertechnik dar; der obligatorische Vergleich zu der Deutschen liebstem Kind gestaltet sich in etwa wie die Evolution des VW Käfer zum Golf GTI. Ein bezahlbarer 16- bzw. 32-Bit-Rechner mit einem Multitaskingbetriebssystem und speziellen Multimediachips machte fortan Matadoren wie Apple Macintosh und Atari ST gehörig das Leben schwer, die sich jedoch vornehmlich im professionellen Grafik- und Layoutbereich ihre entsprechende Nische suchten, während damalige PCs vergleichsweise steinzeitlich anmuteten. Trotz millionenfacher Stückzahlen läuteten ein konsequentes Mißmanagement bei Commodore und der Erfolg von Microsoft Windows ein langjähriges Sterben des Amiga ein, welcher wie der Atari ST nur noch durch eine mehr als treue Anhängerschaft künstlich ernährt wird, retrospektiert Euer EROL STERN

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