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Abbau der Windkraft-Subventionen?

Sie wollen, wenn es ihn denn gibt, den Klimawandel stoppen? Sie plagt ein schlechtes Gewissen, weil Sie es im Winter zu Hause gern warm haben? Deshalb, damit nicht alles gar so schlimm wird, sind Sie für die Förderung der Windenergie? So dachte ich auch! Bis ich mich mit dem Thema beschäftigte. Seitdem weiß ich: Subvention ist ein Holzweg. Denn die das Landschaftsbild zerstörenden und Vögel tötenden Windräder ersetzen kein einziges konventionelles Kraftwerk! Im Gegenteil: Weil die Räder nur an 1.500 Stunden im Jahr (das 8.760 Stunden hat!) Strom liefern, werden die Kraftwerke in Reserve ständig hoch- und herunter gefahren. Sie nutzen schnell ab und müssen vorzeitig ersetzt werden. Und Windkraftwerke machen krank: Menschen neben rotierenden Riesen leiden unter Infraschall sowie psychischen Erkrankungen. Man muß kein Sozialist sein, um für falsch zu halten, daß einige wenige sich subventioniert die Taschen füllen auf Kosten aller! Die nämlich zahlen über den vielfach erhöhten Strompreis die Zeche. Besonders die sogenannten „kleinen Leute“. Eine Mutter mit Kleinkindern muß das Fläschchen warm machen, muß das Baby baden, muß die Wäsche waschen, muß Strom verbrauchen! Alte Menschen, in der Mehrzahl mit kleiner Rente, müssen heizen, sie können sich weniger bewegen. Doch nicht nur das: Sie werden durch Windräder enteignet! In deren Nähe sind Häuser, als Vorsorge fürs Alter gedacht, nicht mehr verkäuflich! Deshalb: Ich lasse mich nicht mehr in Geiselhaft nehmen für das Klima der Welt! Ich fordere: Die Subventionen für die Windkraftwerke müssen weg! Pro Arbeitsplatz werden 150.000 Euro Subventionen gezahlt. Mein Geld, Ihr Geld. Geld, das woanders fehlt! Bei der Verbilligung von Arbeit zum Beispiel, anstatt die Produktion durch den ständig steigenden Windkraftwerks-Strompreis zu verteuern! Dr. Hans-Joachim Zielinski ist Vorsitzender des Vereins „Gegenwind. Für eine industriefreie Nordsee“ (www.gegenwind-sylt.de). Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sichert den Betreibern von Windkraftanlagen eine feste Vergütung für Windstrom zu. Die Netzbetreiber müssen diesen zum Mindestpreis abnehmen. Die EEG-Vergütungen legen die Netzbetreiber auf den Endkunden um. Streng genommen erhalten die Betreiber von Windkraftanlagen also keine Subventionen. Der EuGH hat das EEG daher auch 2001 vom Vorwurf der unerlaubten Beihilfe freigesprochen. Der Vergütungssatz sinkt für Neuanlagen laut EEG jedes Jahr um zwei Prozent plus Inflation. Die mittlere Vergütung pro kWh beträgt in heutigen Preisen in 2005 also 7,76 Cent, in 2015 nur noch 5,18 Cent. Heute wird auf dem Terminmarkt der Leipziger Strombörse für die kWh zwischen fünf und acht Cent bezahlt (www.eex.de). Wenn die Rohstoffpreise weiter steigen, wird Windstrom bereits in einigen Jahren, spätestens jedoch 2015 billiger zu haben sein als Atom- oder Kohlestrom. Bis dahin ist die Förderung von Windenergie nötig und auch fair: Denn der „Marktpreis“ für Kohle- oder Atomstrom ist heute nur niedriger, weil jährlich drei Milliarden Euro an Steuergeldern in die deutsche Steinkohle fließen und 4,5 Milliarden Euro in die deutsche Braunkohle und die Beseitigung deren Umweltschäden. Nachzulesen beim Institut für Weltwirtschaft oder auch beim Umweltbundesamt. Bis Ende 1995 gingen mehr als 160 Milliarden Mark an Subventionen in die Atomindustrie. Dazu kamen rund 40 Milliarden Mark Forschungsförderung und gescheiterte Atomprojekte wie Kalkar oder Wackersdorf. Während die Windkraftindustrie in kurzer Zeit über 60.000 Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen hat, belasten die anderen Energieträger nur die Staatskasse und die Umwelt und schaffen keine neuen Jobs. Die Windenergie kann sehr gut ohne Mindestvergütungen auskommen, aber nur dann, wenn für Kohle und Uran keine Subventionen mehr fließen. Dann wäre Windstrom bereits heute unschlagbar günstig. Wettbewerb? Ja, aber bitte für alle. Matthias Hochstätter ist Pressesprecher des Bundesverbandes WindEnergie e.V. ( www.wind-energie.de ).

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