Joachim Kuhs

 

Azubo.de

Irgendwie muß wohl der angebliche Medienrummel, von dem im Presseteil auf Azubo.de die Rede ist, schlicht und ergreifend an mir vorbeigeschwommen sein. Möglicherweise ist er jedoch auch in den tatsächlich geschlagenen Wellen, die die Einstellung des allgemeinen Auktionsbetriebs bei Ricardo.de verursachte, schlichtweg untergegangen. Und Surfer bevorzugen nun mal die großen Wellen. Doch manchmal können auch die kleinen Wellen speziell für den Internet-surfer reizvoll sein. Jedenfalls, beinahe in der Flut von Newslettern übersehen, fand ich einen zunächst wenig einladenden, weil auf das x-te supitolle neue Online-Auktionshaus Azubo.de verweisenden (oder verwaisenden?) Link. Dennoch ist hier das Konzept der üblichen Versteigerungen ziemlich auf den Kopf gestellt, weil die Preise im Gegensatz zu den anderen einschlägigen Plattformen nicht im Laufe der Zeit steigen, sondern fallen! Der Verkäufer gibt nämlich einen Startpreis, einen Endpreis und die gewünschte Auktionsdauer an. Wählt dieser zum Beispiel eine Laufzeit von 10 Tagen bei einem Startpreis von 250 und einem Endpreis von 200 Euro, so purzelt der Preis täglich um 5 Euro. Dies geschieht natürlich nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern birgt in sich den Poker, daß ein Artikel zwar am nächsten Tag weniger kostet, jedoch dafür auch schon vergriffen sein könnte. Gegründet wurde das Portal übrigens, daher auch augenscheinlich der Name, von Auszubildenden bei der Telekom, die nun mit Hilfe privater Kapitalgeber ein professionelles Unternehmen gestartet haben, werbetrommelt Euer EROL STERN

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