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Twitter-Konkurrent Gettr: Mit Meinungsfreiheit zum Erfolg

Twitter-Konkurrent Gettr: Mit Meinungsfreiheit zum Erfolg

Twitter-Konkurrent Gettr: Mit Meinungsfreiheit zum Erfolg

Gettr-Gründer Jason Miller
Gettr-Gründer Jason Miller
Gettr-Gründer Jason Miller Fotos: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Andre M. Chang / privat / JF-Kollage
Twitter-Konkurrent Gettr
 

Mit Meinungsfreiheit zum Erfolg

Pünktlich zum Jahreswechsel zündeten nicht nur die Silvesterraketen. Auch der Kurznachrichtendienst Gettr startet richtig durch – und zwar mit Turboantrieb. Das noch junge Netzwerk, das sich die Verteidigung der Meinungsfreiheit auf die Fahne geschrieben hat, verzeichnete nach eigenen Angaben allein am Sonntag 171.629 neue Nutzer. Binnen zwei Tagen waren es 545.000 Neuanmeldungen. Das ist der größte Zuwachs seitdem die Plattform im vergangenen Juli an den Start ging.

Mit seinen inzwischen drei Millionen Nutzern weltweit ist Gettr das am schnellsten wachsende soziale Medium aller Zeiten. Darunter sind rund 250.000 Deutsche dem Versprechen einer zensurfreien Plattform gefolgt. So auch der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen (CDU), der dem Netzwerk Mitte Dezember beitrat. „Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist das Wichtigste aller Grundrechte. Sie schützt in erster Linie diejenigen, die nicht mit der Regierung den herrschenden Massenmedien einer Meinung sind“, schrieb Maaßen damals an Gettr-Chef Jason Miller.

Miller: Internetriesen zensieren sich in die Bedeutungslosigkeit

Miller, der fünf Jahre lang Berater des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump war, schreibt den Erfolg seiner Plattform einer Marktlücke zu, die sich aus einer „undemokratischen Allianz aus Politik, ‘Mainstream’-Medien und Internetriesen“ aufgetan habe. Wer nicht bei ihren „radikalen Programmen“ mitmache, werde in den sozialen Medien gesperrt, kritisiert er gegenüber der JUNGEN FREIHEIT. Davon hätten viele genug und wendeten sich nun anderen sozialen Netzwerken zu. Die großen Tech-Konzerne zensierten sich indes in die Bedeutungslosigkeit.

Die Löschwelle auf Twitter und Co. hat sich insbesondere während der Corona-Krise zu einem regelrechten Tsunami beschleunigt. Vermeintliche Falschinformationen im Zusammenhang mit der Pandemie haben zuletzt zahlreiche Nutzer ihre Profile gekostet. Gut für Gettr.

Einer der Geblockten ist der Miterfinder der mRNA-Impfung, Robert Malone. Der amerikanische Virologe verlor bei seiner Twitter-Sperrung eine halbe Millionen Follower. Nun gibt er Gettr eine Chance.

Jordan Peterson und Joe Rogan sind nun bei Gettr zu finden

Auch Psychologe und Publizist Jordan Peterson, Antifa-Experte Andy Ngo sowie YouTuberin Lauren Chen haben so ihre Erfahrung mit Zensur und Cancel-Culture und sind nun bei Millers „Anti-Twitter“ zu finden. Entscheidender Teil des Turboantriebs zum Jahreswechsel ist sicherlich auch Neuzugang Joe Rogan, dem auf Instagram mehr als 13 Millionen Menschen folgen und der der weltgrößte Podcaster ist. „Nur für den Fall, daß Twitter noch bescheuerter wird, bin ich nun auch auf Gettr zu finden“, schrieb er nach seiner Anmeldung.

Doch auch der freie Austausch hat seine Grenzen. Die Meinungsfreiheit endet für Gettr dort, wo Straftaten beginnen. „Wir dulden keine tatsächliche Volksverhetzung, Rassismus oder Gewaltaufrufe. Wir denken, unsere Nutzer sehen das genauso.“ So löschte die Plattform vor wenigen Wochen das Profil des politischen Kommentators Nick Fuentes. Der 22 Jahre alte streng gläubige Katholik aus Chicago ist in der Öffentlichkeit als „White Nationalist“ gebrandmarkt, auch wenn er sich von der untergegangenen „Alt-Right“-Bewegung abgrenzt.

Als Grund für die Löschung führt das Netzwerk einen Verstoß gegen seine Nutzungsbedingungen an. Eine sichere Umgebung sei für den freien Meinungsaustausch unverzichtbar. Eine „Rekrutierung für weißen Nationalismus“, wie Fuentes sie angeblich beabsichtigt habe, werde nicht geduldet.

> Die JF auf Gettr finden Sie hier.

Gettr-Gründer Jason Miller Fotos: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Andre M. Chang / privat / JF-Kollage
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