ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab: „Das Schöne an Vielfalt ist, daß sie bereichert“
ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab: „Das Schöne an Vielfalt ist, daß sie bereichert“ Foto: picture alliance / dpa | Horst Galuschka

Öffentlich-rechtlicher Rundfunkverbund
 

ARD will „diverser“ werden

BERLIN. Die ARD hat ein verstärktes Engagement für mehr „Diversität“ in seinen Programmen und in den Sendern angekündigt. „Ein senderübergreifendes Netzwerk und eine neue Arbeitsstruktur sollen dazu beitragen, die Vielfaltsgesellschaft im Programm erlebbar zu machen und so mehr Menschen zu erreichen“, teilte der Rundfunkverbund mit. Ziel sei es, „die innere Vielfalt in den einzelnen Häusern zu fördern“. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), der ab 2022 den ARD-Vorsitz übernimmt, werde gemeinsam mit dem ARD-Generalsekretariat die Koordination des Vorhabens übernehmen.

„Vielfalt prägt unsere Gesellschaft und ist ein grundlegender Wert für die ARD. Das bedeutet für uns vor allem, die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und Lebenswirklichkeiten in unseren Angeboten hör- und sichtbar zu machen“, sagte RBB-Intendantin Patricia Schlesinger. „Es geht um Unterschiede, noch mehr aber um Gemeinsamkeiten und darum, das Miteinander von Mehr- und Minderheiten zu stärken.“

ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab betonte: „Das Schöne an Vielfalt ist, daß sie bereichert. Das gilt für das Programm, aber auch ‘dahinter’. Diverse Teams erhöhen Perspektivenvielfalt, Kreativität und Innovation, und dies erhöht wiederum unseren Public Value. Deswegen ist Diversität in all ihren Dimensionen Teil des Selbstverständnisses der ARD.“

„ARD-Board Diversität“ und „ARD-Circle Diversität“

Das neue Netzwerk bestehe aus dem „ARD-Board Diversität“ und dem „ARD-Circle Diversität“. Darin seien Programmdirektoren, Geschäftsführer und führende Redakteure sowie Vertreter verschiedener Arbeitsgruppen vertreten, darunter etwa die „Gleichstellungskonferenz“ und die „Diversitätsbeauftragten“ der Rundfunkanstalten.

Die ARD wirbt seit Monaten unter dem Motto „Gemeinsam sind wir Vielfalt!“ für seine Angebote. Schwerpunkte dabei sind „geschlechtliche Identität“, „kulturelle Vielfalt und ethnische Zuschreibung“, „sexuelle Orientierung“, „körperliche und geistige Fähigkeiten“, „Religion und Weltanschauung“ sowie „soziale Herkunft und ökonomischer Status“ und das Alter.

Der öffentliche-rechtliche Kinder- und Jugendkanal „KiKa“ war in der Vergangenheit scharf in die Kritik geraten, als er etwa über die Liebesgeschichte einer minderjährigen Deutschen mit einem erwachsenen Syrer berichtet hatte. (ls)

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