Birgit Kelle
Birgit Kelle: Auch der Spiegel verlor gegen die Publizistin Foto: dpa
Falscher Rassismusvorwurf

Birgit Kelle setzt sich gegen die „taz“ durch

DÜSSELDORF. Die Publizisten Birgit Kelle hat sich juristisch gegen die taz und die Genderaktivistin Anne Wizorek durchgesetzt. „In einem Gastbeitrag für die taz hatte mir Frau Wizorek neben allerlei weiteren ‘Interpretationen’ meiner von ihr vermuteten Meinung unterstellt, ich würde fordern, daß man  muslimischen Flüchtlingen das Grundrecht auf Asyl verweigern solle“, schrieb Kelle auf ihrer Internetseite.

Dies entspreche nicht den Tatsachen. „Eine Forderung, die ich noch nie getätigt, geschweige denn gedacht habe.“ Das Landgericht Düsseldorf habe daraufhin Ende Oktober zwei einstweilige Verfügungen gegen das Blatt und Wizorek erlassen. „Der Artikel aus der taz wurde zwischenzeitlich aus dem Netz gelöscht“, schrieb Kelle.

Gegenüber der JUNGEN FREIHEIT äußerte sich Kelle erfreut über die Entscheidung. „Es ist schon traurig genug, daß Frau Wizorek bei dem Versuch, mir Rassismus zu unterstellen, zu Falschaussagen greift. Viel schlimmer ist allerdings, daß ausgerechnet diejenigen, die sonst wegen jedes Blickes oder Wortes eines Mannes sofort in den Aufschrei-Modus verfallen, die Probleme ignorieren, die sich durch die massive Zuwanderung von Männern mit einem mittelalterlichen Frauenbild ergeben.“

Auch Spiegel mußte Niederlage einstecken

Es sei keine Erfindung von ihr, daß es in Deutschland in und rund um Flüchtlingsheime zu sexuellen Bedrohungen und Belästigungen von Frauen komme, unterstrich Kelle. „Wer das Problem ignoriert, oder schlimmer noch, leugnet, kann es nicht lösen und läßt all diese Frauen im Stich.“

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Kelle hatte sich bereits im August gegen den Spiegel durchgesetzt. Dem Nachrichtenmagazin wurde dabei untersagt, zu behaupten, in einer Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung sei mit Zitaten von Kelle belegt worden, „daß und wie weit die Partei AfD in die Wählerschaft der Union eingedrungen sei“.

Auch, daß Kelle der Beweis sei, „daß es in der Kirche lautstarke und ultrakonservative Seilschaften gebe, die Verschwörungstheorien verbreiteten, Angst vor Überfremdung schürten und in einem Kreuzzug gegen Homosexuelle die Nähe Putins suchten“, darf der Spiegel nicht weiter behaupten. In der Studie tauchen derartige Zitate von Kelle nicht auf. (ho/krk)

Birgit Kelle: Auch der Spiegel verlor gegen die Publizistin Foto: dpa

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