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Deutsche halten Medien für korrupt

BERLIN. Das Ansehen der Presse ist in Deutschland stark gesunken. Zu diesem Schluß kommt eine internationale Vergleichsstudie der Nichtregierungsorganisation „Transparency International“. In einer Online-Erhebung bewerteten die rund tausend deutschen Teilnehmer verschiedene Gesellschaftsbereiche hinsichtlich ihrer Korruptionsanfälligkeit. Auf einer Skala von eins (überhaupt nicht) bis fünf (äußerst) wurden dabei die öffentlichen Medien mit durchschnittlich 3,6 benotet.

Erstmals halten die Deutschen damit Medien für bestechlicher als Verwaltung und Parlament. Lediglich in der freien Wirtschaft und in den politischen Parteien besitzen sie mit 3,8 beziehungsweise 3,7 noch weniger Vertrauen. Vergleichsweise am besten schneiden Justiz mit 2,6 und Polizei und Bildungssystem mit jeweils 2,7 ab. Die Vorsitzende von „Transparency Deutschland“, Edda Müller, nannte es „ein alarmierendes Zeichen, wenn das Vertrauen der Bevölkerung in die Medien zu sinken scheint“.

„Transparency International“ hatte zwischen September 2012 bis März 2013 mehr als 114.000 Menschen in 107 Ländern zu ihrer persönlichen Einschätzung befragt. (FA)

> Die Studie „Global Corruption Barometer“ im Internet

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