Zum 125. Geburtstag: Erinnerungen an Ernest Hemingway: Als der Mann ein Held sein durfte
Zum 125. Geburtstag: Erinnerungen an Ernest Hemingway: Als der Mann ein Held sein durfte
Zum 125. Geburtstag: Erinnerungen an Ernest Hemingway: Als der Mann ein Held sein durfte
Großschriftsteller Ernest Hemingway (1899–1961) beim Schreiben in einem Zeltlager in Kenia, um 1953: Einfach klare Sätze Foto: picture alliance / PictureLux / The Hollywood Archive
Zum 125. Geburtstag
Erinnerungen an Ernest Hemingway: Als der Mann ein Held sein durfte
Journalist, Abenteurer, Geschichte(n)macher: Der US-amerikanische Literaturnobelpreisträger Ernest Hemingway entwickelte eine neue Art des Erzählens zur Meisterschaft. Eine Würdigung von Matthias Matussek.
IHR DIGITALER ZUGANG.
Einfach registrieren undweiterlesen.
Alle Artikel auf JF online frei
Die JF schon jeden Mittwoch als E-Paper und via App
Danke an die Mitforisten, die heute mein Bild von Hemingway vervollständigt haben
Ich will Hemmingway zugute halten, dass er er wohl nicht aus spezifischem Deutschen-Hass wehrlose Kriegsgefangene tötete, sondern aus anderen niederen Motiven. Es hätten genausogut auch Angehörige anderer geschlagener Nationen sein können, die er umbrachte. Er handelte ähnlich wie jene sowjetischen Mordbrenner und Verwaltiger in Ostpreussen und anderswo, die es neben unendlich vielen braven Rotarmisten eben leider auch gab. Ähnliche Fälle lassen sich wohl auch aus unseren deutschen Reihen berichten, wir sind ja auch keine Engel gewesen im letzten Krieg – nach der derzeit geltenden Geschichtsschreibung waren wir sogar wesentlich schlimmer als alle Hemmingways und Eisensteins der Siegermächte zusammen.
Lb Herr Reuter! Ich freue mich, daß Sie und die Anderen daran erinnert haben, an die furchtbare Schilderung von Hemingway.
Wenn ich daran denke, wie wir in den 50er und 60 Jahren indoktriniert wurden, in der re-education…
Der alte Mann und seine schlechte Geschichte
war nicht Gegenstand im neuen dt. Unterricht.
(Die Brüder JÜNGER waren verpönt)
Unverständlich, dass die jf diesem Mörder huldigt, der gefangene deutsche Soldaten getötet hat.
Ein Pseudophilosoph, der seine Untaten verherrlicht.
Es scheint, unsere unsäglichen Politiker haben diese Schmöker verinnerlicht.
Ein guter Kommentar, der auch hier passt: https://www.aerzteblatt.de/archiv/21383/Ernest-Hemingway-Zweifelhafte-Ehrung-eines-Moerders
„Sie bringen eine Ehrung eines Mörders. Es handelt sich um einen gewissen Hemingway, der als amerikanischer Besatzungsoffizier in Deutschland mehrere Morde beging. Aber lesen wir einmal nach, was er in den „selected letters“ über sich selbst schreibt.
„Einen Jungen, etwa so alt wie mein Sohn Patrick, der auf einem Fahrrad zu flüchten versuchte, – durch das Rückgrat geschossen.“ Über die „Behandlung“ eines deutschen Kriegsgefangenen, der um gute Behandlung flehte und sich auf die Genfer Konvention berief: “ . . . ich schoss ihm dreimal schnell in den Bauch, dann, als er in die Knie ging, schoss ich ihm in die Birne, sodass sein Gehirn aus dem Mund kam, oder ich glaube, es war die Nase.“
Insgesamt gesteht Ernest Hemingway in den „selected letters“, die von Carlos Daker bei Charles Scribner’s sons in New York 1981 herausgegeben wurden, nicht weniger als 122 Tötungsdelikte. Die deutsche Übersetzung erschien 1983 in Hamburg. …
Eine Hommage an einen Mörder, der als Besatzungsoffizier nach eigenen Angaben 122 wehrlose deutsche Kriegsgefangene erschossen hat? Ich will ja nicht ausschließen, dass das die Phantasien eines schweren Alkoholikers waren, aber dass das Thema hier überhaupt nicht angesprochen wird, kann ich nicht nachvollziehen.
Hemmingway war auch ein Kriegsverbrecher. Er hat sich mehrmals damit gebrüstet, 122 Deutsche getötet zu haben – darunter auch Kriegsgefangene.
Es enttäuscht mich, daß Matussek diesen Fleck auf Hemmingsways Weste unterschlägt. Das paßt wohl nicht in die Mär vom sauberen US-Idol.
Das Interessante an Hemmingway ist, dass er mit Mussolini und ähnlich gestrickten Leuten offenbar gut zurechtkam. Also war er ideologisch nicht festgelegt – und schon gar nicht auf ein humanitär-demokratisches Weltbild fixiert. Bei ihm zählte Kraft, Blut, Männlichkeit und der kantige Ellenbogen, mit dem er sich durchboxte allen Widerständen zum Trotz. Das sind Tugenden, die im woken Zeitalter unter Generalverdacht stehen. Die aber wiederbelebt werden müssen, wollen wir als Deutsche, Franzosen oder Amerikaner überleben im Kampf mit massenhaft asiatisch-muslimischen Konkurrenten. So seltsam es klingt, aber ich schlage hier eine Brücke zu Stauffenberg und seiner Truppe: Das waren ebenfalls Leute, die aus einem ganz harten Holz geschnitzt waren. Immerhin hatten Stauffenberg und seiner Männer aber ein Gewissen. Sie waren abgrundtief religiös. Sie haben ihre harten männlichen Instinke „mit dem Blut des Lammes Gottes“ rein gewaschen, wenn ich es direkt so sagen darf. Der archaisch-christliche Opfer-Glaube hat Stauffenberg und seine Leute gestählt und geadelt. Ähnlich gläubige Formkräfte sind bei Hemmingway unbekannt, bei dem die rohe Natur in ihrer puren Nacktheit offen zutage trat.
Dieser Beitrag ist älter als 2 Tage, die Kommentarfunktion wurde automatisch geschlossen.
Großschriftsteller Ernest Hemingway (1899–1961) beim Schreiben in einem Zeltlager in Kenia, um 1953: Einfach klare Sätze Foto: picture alliance / PictureLux / The Hollywood Archive
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.