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Hamburger SV: Anklage wegen falscher Identität gegen Fußballprofi „Jatta“ erhoben

Hamburger SV: Anklage wegen falscher Identität gegen Fußballprofi „Jatta“ erhoben

Hamburger SV: Anklage wegen falscher Identität gegen Fußballprofi „Jatta“ erhoben

Der Fußballprofi "Bakery Jatta" muß sich vor Gericht wegen möglicher Falschangaben zu seiner Identität verantworten Foto: picture alliance / Tim Rehbein/RHR-FOTO | Tim Rehbein/RHR-FOTO
Der Fußballprofi "Bakery Jatta" muß sich vor Gericht wegen möglicher Falschangaben zu seiner Identität verantworten Foto: picture alliance / Tim Rehbein/RHR-FOTO | Tim Rehbein/RHR-FOTO
Der Fußballprofi „Bakery Jatta“ muß sich vor Gericht wegen möglicher Falschangaben zu seiner Identität verantworten Foto: picture alliance / Tim Rehbein/RHR-FOTO | Tim Rehbein/RHR-FOTO
Hamburger SV
 

Anklage wegen falscher Identität gegen Fußballprofi „Jatta“ erhoben

HAMBURG. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat gegen den Profi des Fußballzweitligisten Hamburger SV, „Bakery Jatta“, Anklage wegen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz und mittelbare Falschbeurkundung erhoben. Der Afrikaner soll bei seiner Einreise in Deutschland im Sommer 2015 als Flüchtling falsche Angaben zu seinem Alter und seiner Identität gemacht haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

So habe er sich bei seiner Registrierung in Bremen jünger gemacht und einen falschen Namen angegeben, um wegen der angeblichen Minderjährigkeit eine Duldung zu erhalten, damit er nicht abgeschoben werden konnte. Für die Identität als „Bakery Jatta“ legte er demnach nachträglich Ausweisdokumente aus Gambia vor, um unter anderem einen Führerschein zu beantragen. Wegen der Anklage muß sich der Mittelfeldspieler vor einem Jugendrichter verantworten, da er zum Tatzeitraum teils Heranwachsender, teils Erwachsener war.

„Jatta“ beklagt Hexenjagd

Erste Zweifel an der Identität des Mittelfeldspielers waren bereits 2019 laut geworden. So hatte die Sport Bild berichtet, es handele sich dabei um Bakary Daffeh, der bei seiner Ankunft in Deutschland bereits volljährig gewesen sei. Zudem habe er bereits für Vereine in afrikanischen Ländern gespielt.

Die Vorwürfe bezeichnete „Bakery Jatta“ damals als „Hexenjagd“. Unterstützung hatte er unter anderem vom damaligen Trainer der deutschen U21 Fußballnationalmannschaft, Stefan Kuntz, erhalten. Dieser bekundete, er wolle „Jatta“ bei der Einbürgerung helfen, um ihn in die Auswahlmannschaft zu holen.

„Jatta“/Daffeh steht seit 2016 im Dienst des Hamburger SV. In 99 Zweitligaspielen erzielte er beim Verein aus der Hansestadt 15 Tore. Im Rennen um die Aufstiegsplätze mußte der HSV am Wochenende im Nordderby gegen Hannover 96 eine 1:0 Niederlage hinnehmen. (ag)

Der Fußballprofi „Bakery Jatta“ muß sich vor Gericht wegen möglicher Falschangaben zu seiner Identität verantworten Foto: picture alliance / Tim Rehbein/RHR-FOTO | Tim Rehbein/RHR-FOTO
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